Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Desinfektionsmittel nicht notwendig: Händewaschen reicht als Coronavirus-Schutz

Die Hände "regelmäßig und gründlich" waschen, schützt vor dem Coronavirus.
Die Hände "regelmäßig und gründlich" waschen, schützt vor dem Coronavirus. ©pixabay.com (Sujet)
Derzeit kommt es aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus zu Engpässen bei Hautdesinfektionsmitteln. Dabei reicht Händewaschen mit Wasser und Seife, um sich zu schützen.

Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sorgt für Engpässe bei Hautdesinfektionsmitteln. Zahlreiche Apotheken stellen bereits eigene Desinfektionsmittel her, da die Bestände ausverkauft sind. Manche österreichische Spitäler klagen darüber, dass die Mittel mit nach Hause genommen werden. Doch einfache Maßnahmen wie Händewaschen mit Wasser und Seife reichen, um sich zu schützen.

Schutz vor Coronavirus: Hände "regelmäßig und gründlich" waschen

Die World Health Organization (WHO) weist in ihren Fragen & Antworten zum Coronavirus darauf hin, dass Hände in Kontakt mit dem Coronavirus kommen können, etwa wenn Oberflächen berührt werden. Die Aufnahme des Virus erfolgt dann über die Atemwege, wenn man sich mit der Hand in das Gesicht fährt. Daher sei es wichtig, die Hände "regelmäßig und gründlich" zu waschen. Diese sollten entweder mit einer alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln oder mit Wasser und Seife gereinigt werden, da dies das Virus töten würde.

Die WHO veröffentlichte zudem Richtlinien zur richtigen Handhygiene. Darin heißt es, dass vor allem verschmutzte oder mit Körperflüssigkeiten verunreinigte Hände mit Wasser und Seife zu reinigen sind. Dies sei auch nach dem Toilettengang erforderlich. Beim Verdacht auf sporenbildende Krankheitserreger wie Clostridioides difficile ist das Reinigen der Hände nur mit Wasser und Seife durchzuführen, da dies die Sporen effektiver reduziert als Desinfektionsmittel. Dies empfiehlt auch die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI).

Ansonsten seien aber tatsächlich alkoholhaltige Desinfektionsmittel die erste Wahl für eine Antisepsis der Hände. Sie sollten aber nicht gleichzeitig mit Seife verwendet werden. Der Waschvorgang mit Wasser und Seife sollte 40-60 Sekunden andauern, das Reinigen mit Desinfektionsmittel 20-30 Sekunden.

Desinfektionsmittel nur mit beschränktem Vorteil gegenüber Wasser und Seife

Laut Europäischem Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bieten Desinfektionsmittel nur einen beschränkten Vorteil gegenüber Wasser und Seife und sollten 60-85 Prozent Alkohol enthalten. Auch das RKI empfiehlt die Verwendung von Wasser und Seife als Schutzmaßnahme bei der ambulanten Patientenversorgung und für nicht-medizinische Einsatzkräfte.

Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) betont, dass bei Menschen mit keinerlei Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus eine herkömmliche Seife "völlig ausreichend" sei. Desinfektionsmittel sollen "nur von Menschen und Institutionen verwendet werden, bei denen eine Desinfektion aus medizinischen Gründen notwendig ist". Die Salzburger Landessanitärsdirektorin Petra Juhasz und der Tiroler Landessanitärsdirektor Franz Katzgraber verwiesen in der Vergangenheit ebenfalls darauf, die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Desinfektionsmittel ist laut Rotem Kreuz Österreich nicht nötig, Seife genügt.

Die amerikanische Wissenschafterin Karen Fleming von der Johns Hopkins University in Baltimore erklärt das auf Twitter damit, dass Seife die äußere Virushülle "auflösen" und das Virus abtöten könne. Seife sei deshalb eine "tolle Waffe".

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Desinfektionsmittel nicht notwendig: Händewaschen reicht als Coronavirus-Schutz
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen