Derby-Spannung in der Steiermark

Franco Foda will das Abwehrverhalten der Grazer verbessern
Franco Foda will das Abwehrverhalten der Grazer verbessern ©APA
Nach ihren unbelohnten guten Leistungen am Mittwoch wollen Kapfenberg und Sturm am Samstag zum Abschluss der englischen Woche im steirischen Derby zurück in die Erfolgsspur finden. Die Kapfenberger müssen dafür im Bundesliga-Lokalschlager offensiv zulegen, die Grazer sehen hingegen defensiv Handlungsbedarf.

Denn für Sturm-Trainer Franco Foda sind die Lehren aus dem 2:4 in Salzburg klar: Die Abwehr-Schnitzer müssen abgestellt werden. “Wir waren in Salzburg 30 Minuten die bessere Mannschaft, aber durch unsere einfachen Fehler haben wir den Gegner wieder aufgebaut. Wir müssen wieder konzentrierter und bissiger sein. Aber das sind Dinge, die man in den Griff bekommen kann”, erklärte der Deutsche wenig besorgt. Dass es Sturm defensiv weit besser kann, hat man in der Anfangsphase der Saison bewiesen, “da waren wir das Team mit den wenigsten Gegentoren”.

Die kleinen Unkonzentriertheiten können auch eine Folge der aktuellen Mehrfachbelastung der Sturm-Spieler mit Liga, Cup, Europa League und Nationalteam sein. “Wir haben eben nicht so einen breiten Kader wie Rapid, Austria und Salzburg. Aber die Jungen werden weiter ihre Chancen kriegen”, betonte Foda, dessen 19-jähriger Sohn Sandro in Salzburg zur Startelf gezählt hat. Zudem fehlen aktuell mit Kienzl, Haas, Lamotte oder Weber zahlreiche Leistungsträger verletzt.

Sturm wird in Kapfenberg auf zahlreiche Fans aus der Grazer Heimat zählen können (Foda: “Für uns wird es fast ein Heimspiel”), unterschätzen wird Sturm den Gegner sicher nicht. “In dieser Liga gibt es keine einfachen Spiele, wir werden 100 Prozent abrufen müssen”, weiß Foda, der mit Sturm in diesem Jahr gegen Kapfenberg noch sieglos ist (1:3 daheim, 3:3 auswärts). Am Sonntag reist Foda dann in die Türkei, um den kommenden Europa-League-Gegner Galatasaray Istanbul unter die Lupe zu nehmen. Galatasaray, nach sechs Runden mit dem Maximum von 18 Punkten auf Platz eins, empfängt um 19 Uhr im Ali-Sami-Yen-Stadion den Tabellendritten Eskisehirspor.

Bei den Kapfenbergern ist beim 0:1 gegen Rapid – es war bereits die dritte Heimniederlage dieser Saison mit diesem Ergebnis – vor allem der Angriff mangelhaft gewesen. Chancen wären gegen den Rekordmeister genug vorhanden gewesen, alleine der 19-jährige Alar hätte zwei Treffer machen können. “Wir spielen nicht schlecht, aber wir müssen im Angriff einfach noch cleverer werden”, forderte Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch deshalb. Die Obersteirer haben von den jüngsten sechs Heimpartien nur eine gewonnen.

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