Der Wiener Stadtpark feiert heuer seinen 150. Geburtstag

Die Seele baumeln lassen im Wiener Stadtpark.
Die Seele baumeln lassen im Wiener Stadtpark. ©Vienna.at/Alexander Blach
Die älteste Parkanlage der Stadt: Der Stadtpark - teils in der Innenstadt, teils im Bezirk Landstraße gelegen - wurde am 21. August 1862 eröffnet.
So malerisch ist der Stadtpark
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Neben erholungsuchenden Bundeshauptstädtern wird der 65.000 Quadratmeter umfassende Flecken Grün heute auch von Touristenscharen regelrecht heimgesucht. Denn das dort gelegene goldene Johann-Strauß-Denkmal gilt als eines der meist fotografierten Motive Wiens. Die Drogenszene ist allerdings ebenso Bestandteil des Areals.

Die Planung des Stadtparks im englischen Landschaftsstil erfolgte durch den Landschaftsmaler Josef Selleny und den Stadtgärtner Rudolf Siebeck. Nach der Schleifung der Stadtmauern und der Errichtung der Ringstraße wählte man das ehemalige Wasserglacis, eine seit Kaiser Joseph II. beliebte Promenade, als Standort für das künftige Freizeitareal. Dieses sollte “den freundlichen Charakter eines Ziergartens mit schönen Sträuchern, freien Durchsichten, verschlungenen Wegen und Blumenpflanzungen” aufweisen.Genau genommen ist der Park zweigeteilt und wird durch den Wienfluss getrennt. Der kleinere, dafür schattigere Teil auf der Landstraßer Seite kam erst ein Jahr nach der Eröffnung – also 1863 – dazu.

Dort befinden sich heute neben einigen Spielplätzen auch ein Kindertagesheim und die U4-Station “Stadtpark”. Verbunden wurde dieser südlich des Wienflusses gelegene Teil mit dem eigentlichen Stadtpark durch die Karolinenbrücke. Seit deren Abtragung gelangt man über einen von Hermann Czech gestalteten Steg sowie über die Kleine Ungarnbrücke über das Gewässer.

Sehenswertes im Wiener Stadtpark

Mittlerweile wird der Stadtpark von jeder Menge Skulpturen bevölkert und gilt gar als Wiens denkmalreichste Parkanlage. Neben dem Touristenmagnet Strauß, dessen Bronzestandbild mit Marmorrelief 1921 enthüllt wurde und erst im Vorjahr generalsaniert wurde, sind u.a. die Komponisten Robert Stolz, Franz Lehar und Franz Schubert, der Maler Hans Makart oder der frühere Wiener Bürgermeister Andreas Zelinka, unter dessen Regierung der Park eröffnet wurde, verewigt.

Im Laufe der Jahre wurde das Grünareal durch Gebäude bereichert, die zum repräsentativen Charakter des Parks beitrugen. Als eines der architektonischen Highlights entstand 1867 an der westlichen Ringseite der Wiener Kursalon. Nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte das im italienischen Renaissancestil gestaltete Gebäude unter dem Pächter Hans Hübner zu einem bekannten wie beliebten Cafe und Veranstaltungslokal.

Mit der Meierei erhielt der Park Anfang des 20. Jahrhunderts ein weiteres Wahrzeichen. Der villenartige Bau fällt vor allem durch sein hohes Mansardendach mit Gitterkrone auf. Die frühere Milchtrinkhalle – dort wurde einst frische Milch verkauft – erlitt im Zuge des Zweiten Weltkriegs schwere Schäden. Nach dem erweiterten Wiederaufbau erhielt die Meierei 2004 schließlich Denkmalschutz. Ein Jahr später zog dort das Top-Restaurant “Steirereck” ein.

Neben all den schmucken Facetten hat der Stadtpark aber auch weniger einladende Seiten. So macht das längsseitig von Ring und Heumarkt begrenzte Areal immer wieder als Fixpunkt der Drogenszene von sich reden. Nichtsdestotrotz lädt das malerische Areal zum Spaziergang ein. Mehr Infos zu Wiener Parks hier.

(APA)

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