Der Staatsvertrag ist wieder in Wien

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Das historisch wohl wichtigste Dokument der 2. Republik befindet sich seit Dienstag zumindest für kurze Zeit wieder in Österreich- bis Ende Mai ist das Originaldokument wieder im Belvedere zu sehen.

Der Staatsvertrag wurde von einer russischen Delegation wieder an den Unterzeichnungsort im Marmorsaal des Schlosses zurückgebracht. Das Originaldokument ist im Rahmen der Ausstellung „Das neue Österreich“ bis Ende Mai zu sehen.


Der Staatsvertrag wurde in einem Autokonvoi von der Schallaburg nach Wien gebracht – in einem silbernen Koffer und in der Obhut von Elena Belevich, der stellvertretenden Direktorin des Moskauer Zentralarchivs, wo der Vertrag bis vor Kurzem aufgebahrt wurde. Gemeinsam mit dem russischen Botschafter in Wien, Stanislav Williorowitsch Ossadtschij, übergab sie das wertvolle Dokument an Kunststaatssekretär Morak und weiteren heimischen Vertretern.

“Geburtsurkunde der Republik”


Morak sprach von der „Geburtsurkunde dieser Republik“. Für den Industriellen Hannes Androsch, der zu einem Drittel die Finanzierung der Ausstellung mit Hilfe von Privatsponsoren aufgebracht hatte, ist der Staatsvertrag ein „Symbol des Erinnerns“.


Das Dokument ist im Rahmen der Schau „Das Neue Österreich. Die Ausstellung zum Staatsvertragsjubiläum 1955/2005“ bis 27. Mai. 2005 täglich von 10 bis 18 Uhr zu bewundern. Zu sehen ist die berühmte Seite mit den Unterschriften von Leopold Figl – in grün – und den Außenministern und Botschaftern der USA und Frankreich. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom 1. Weltkrieg bis zum neuen Europa. Ende Mai kehrt der Vertrag wieder nach Moskau zurück.


Eine kleine Panne gab es bei dieser feierlichen Übergabe: Bevor der Staatsvertrag in den schwarzen Schaukasten gelegt werden konnte, hieß es kurz: bitte warten! Die eigens angefertigte Buchstütze war in einem anderen Auto, das noch nicht im Belvedere angekommen war.

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