Der Mondmann - Trailer und Kritik zum Film

Hin und wieder gibt es Filme, die verzaubern. "Der Mondmann" ist so ein Fall. Liebevoll gezeichnete Bilder, traumhafte Musik und die spannende Geschichte vereinen sich zu einem Kunstwerk für Kinder und Erwachsene. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Stephan Schesch hat das Bilderbuch von Tomi Ungerer verfilmt und damit ein Kinoerlebnis geschaffen, ein Fest der Sinne und der Fantasie. Ab Freitag läuft der Film in den österreichischen Kinos.

Behutsam und mit schrägem Humor erzählt der Zeichentrickfilm, wie sich der schüchterne Mondmann mit dem bleichen Kugelkopf im einsamen Weltall langweilt und zu einer abenteuerlichen Reise zur Erde aufbricht. Auf dem bunten Planeten gerät er jedoch in große Gefahr. Und die Kinder können nicht mehr schlafen, seit der Mondmann vom Himmel verschwunden ist.

“Der Mondmann” lädt zu einer traumhaft-spannenden Reise der Fantasie

Zu den schönsten Szenen gehört der Moment, als der Mondmann sich in einem Fluss treiben lässt, zum Lied “Moon River”. Das könnte kitschig wirken, wären da nicht die Zeichnungen und die Melancholie. Mit kindlichem Staunen gleitet der Mondmann vorbei an wildwuchernden Bäumen, geheimnisvollen Tieren und Seerosen. Ein Zauber durchzieht das Werk, ähnlich wie die Verfilmung “Die drei Räuber” von Ungerer, der in beiden auch der Erzähler ist. Wie im Traum wechseln Musik, Dialoge und Bilder, ein Panoptikum verrücktester Wesen: ein skurriler Eisverkäufer, Fabel-Tiere und schrullige Figuren, die bisweilen unglaublich komisch sind.

Katharina Thalbach spricht den sanften Mondmann dunkel und geheimnisvoll. Auf der Erde trifft er die Kinder, die mit ihrer Zuneigung ungewohnte Gefühle in ihm wecken. Gelungen ist auch der größenwahnsinnige Herrscher, gesprochen von Ulrich Tukur. “Ich bin der Präsident der Erde”, ruft er und will den Mondmann für immer einsperren und dessen Planeten erobern. Der Erfinder Bunsen van der Dunkel soll für ihn eine Mondrakete basteln. Doch der Tüftler hat ein Geheimnis: Der Mondmann versteckt sich bei ihm und ist sein Freund.

“Ich will nach Hause”, stöhnt der Mondmann angesichts der grellen Farben, der lauten Maschinen und der herrschsüchtigen Menschen. Dabei hat er auf der Erde gelernt, was Gefühle sind. “Komisch, einen Freund zu verlassen, den ich eben erst gefunden habe”, sagt er traurig zu van der Dunkel. Der weise alte Mann weiß Rat: “Das Herz ist da, wo du mich als deinen Freund spürst!”

(APA)

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