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Der Job ist nicht Alles!

Seit sie Mutter ist, überlegt die Schauspielerin ganz genau, ob ein Projekt es wert ist, dafür Zeit mit der Familie zu opfern. Mit Klein Leopold über Tiroler Wiesen zu spazieren ist eben auch ganz großes Kino.

Sie ist zurzeit von Kopf bis Fuß auf Kinder eingestellt. Eben kehrte Nina Proll aus China und Vietnam zurück, wo sie fünf Wochen lang für den Kinderabenteuerfilm “Das Tigerteam” (ab Frühjahr in den Kinos) vor der Kamera stand. Jetzt düste die Schauspielerin nach Tirol, um sich ganz ihrer privaten Mutterrolle zu widmen. Söhnchen Leopold Johannes ? gerade mal ein Jahr alt ? braucht viel Aufmerksamkeit. Und auch sonst gibt es zwischen Hühnern, Hasen und Schafen auf dem von Ehemann Gregor Bloéb renovierten Gutshof bei Telfs viel zu tun. Bühne und Leinwand können einstweilen warten.

Ihr Sohn ist im Juni ein Jahr alt geworden. Wie fühlen Sie sich denn in Ihrer Mamarolle?
NINA PROLL: Ich bin sehr gerne Mutter. Es ist schön zu sehen, wie der Kleine heranwächst. Leopold kann mittlerweile schon allein gehen. Das hat er noch ganz knapp vor seinem Geburtstag gelernt. Jetzt ist er schon ein richtiger kleiner Rabauke und fängt an, alle Laden in seiner Reichweite auszuräumen. (Lacht.)

War Leopold in Asien mit dabei?
Nein. Ich wollte ihm die lange Reise in ein doch sehr exotisches Land nicht zumuten. Gott sei Dank gibt es ja auch meine Mutter ? sie reißt sich ja nahezu um ihn. (Lacht.) Außerdem haben wir ein Au-pair-Mädchen, das ständig bei uns lebt.

Es scheint so, als hätten Sie Ihren Job im Moment auf Eis gelegt.
Nein, ich habe zwei Filme gedreht, ein Yogabuch geschrieben und bereite mit meinem Mann eine 20er-Jahre-Revue vor. Aber was schon stimmt: Seit ich Mutter bin, haben sich die Prioritäten verschoben, und ich merke, dass ich bei allen beruflichen Projekten bewusst abwäge, ob es sich auszahlt, die Zeit mit der Familie für den Beruf zu opfern.

Woher rührt diese Gelassenheit?
Sicher hat auch mein Yogatraining, das ich seit neun Jahren betreibe, dazu beigetragen. Ich habe irgendwann erkannt: Schauspielen allein füllt mich nicht aus. Das Leben besteht aus mehr als nur Drehbücher lesen, Text lernen, Castings und Interviews. Somit war ich erst überhaupt bereit dafür, ein Kind zu bekommen.

Hat sich die Beziehung zu Ihrem Mann seit der Geburt Ihres Sohnes verändert?
Durch ein Kind vertieft sich alles in einer Beziehung. Das Zusammensein wird kostbarer.

Es wird gemunkelt, Sie wollen bald ein zweites Baby . . .
Das entscheidet immer noch der liebe Gott. (Grinst)

(Seitenblicke Magazin/Foto: Martin Kreil)

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