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Der Höhepunkt Robbies Karriere

„Das ist der Höhepunkt meiner Karriere nach der Tournee und diesem Album kann es eigentlich nur noch bergab gehen. Die Leute sollen darum jetzt zu meinen Shows kommen.“

Das sagte ein bestens gelaunter Robbie Williams am Montag, bei einer internationalen Pressekonferenz vor rund 300 Journalisten in Berlin. „Ich bin stolz auf mich und meine neue Platte ’Escapology’ (EMI)“, so der 28-Jährige. In Wien wird der Sänger am 4. Juli 2003 auftreten – und zwar im „Ernst-Happel-Stadion“, wie Robbie selbst berichtete. Karten für die Show im Prateroval sind unter anderem unter der Telefonnummer 01/88088 erhältlich.

„Ich habe eine Ankündigung zu machen: Ich gehe in den Ruhestand – nein, nein, nein!“ Schon zu Beginn des Mediengesprächs in der britischen Botschaft machte Williams seinem Ruf als Entertainer alle Ehre. „Ich habe Grippe, nur wenig geschlafen, aber ich wollte Euch nicht verpassen“, so der Engländer, salopp in Jeans und schwarze Jacke gekleidet. Auf die Frage, warum er gerade in der deutschen Hauptstadt vor die Weltpresse tritt, wusste Robbie keine Antwort: „Es ist die Stadt der Kultur, der Musik, der Fröhlichkeit. Nein, ehrlich, hier ist es großartig, aber ich habe keine Ahnung.“

Auf die Trennung von seinem künstlerischen Partner Guy Chambers (Produzent und Ko-Songwriter) angesprochen, holte der Musiker weit aus: „Viel, was in den Medien über mich geschrieben wird, ist reine Spekulation. Ja, meine Zusammenarbeit mit Guy ist leider für die nächste Zeit zu Ende. Ich will nicht näher auf die Hintergründe eingehen, weil ich kein böses Blut will. Aber ich habe nie von ihm verlangt, dass er exklusiv für mich arbeitet. Das ist eine Lüge.“

Auch ohne seinen Hitschreiber sieht der Superstar seine Zukunft nicht gefährdet: „Nur weil Robbie Williams von Take That kommt, nimmt ihn niemand als Songwriter ernst. Mein Name ist Robbie Williams! Ich schreibe die Texte, die Melodien und manchmal auch ganze Songs! Es ärgert mich, wenn die Leute sagen, Guy Chambers hätte meine Hits geschrieben. Das sind meine Songs.“

Seine Texte auf dem Album „Escapology“ (EMI) wollte Robbie nicht kommentieren. „Es ist schwer, meine Seele vor 300 meiner besten Freunde (die anwesenden Medienvertreter, Anm.) offenzulegen. Ich kann nur sagen: Ich habe begonnen, mich ein bisschen zu mögen. Ich höre mir sogar manchmal meine alten Alben an.“

Im Gegensatz zu Europa konnte sich Robbie Williams in Amerika bisher nicht durchsetzen. „Es ist mir scheißegal, ob ich den US-Markt breche. Ich habe 16 Jahre hart gearbeitet – mit Take That und solo. Ich war auch immer wieder in den Staaten. Es hat mir dort sehr gefallen. Aber ich muss dort nicht groß rauskommen. Ich habe hier und in Asien genügend Fans.“

Robbie Williams wurde am 13. Februar 1974 in Mittel-England geboren. Den Großteil seiner Kindheit hat er in Stoke-on-Trent verbracht, 1991 stieß der Sänger zu Take That. Die erfolgreichste britische Boygroup der Neunziger konnte in ihrer Heimat acht Nummer-Eins-Erfolge verbuchen. Wegen Differenzen stieg Robbie 1995 aus, wenige Monate später löste sich die Gruppe auf. „Life Thru A Lens“ hieß das erste Solo-Album von Williams, mit dem Nachfolger „I’ve Been Expecting You“ wurde er zum Superstar.

Der dritte Longplayer „Sing When You’re Winning“ verkaufte sich allein auf der Insel zwei Millionen Mal. Diese Big-Band-Produktion dominierte im vergangenen Jahr auch die österreichischen Charts. Nach einer kurzen Auszeit kehrte Robbie Williams jetzt mit seinem vierten Pop-Album ins Rampenlicht zurück. Als erste Single wurde „Feel“ ausgekoppelt.

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