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Der Gasfuß des Jahres

Als jüngster Weltmeister begeistert er die Formel-1-Welt. ORF-Kommentator Ernst Hausleitner analysiert für das Seitenblicke Magazin ein Phänomen.

Es war zu Beginn der Formel-1-Saison 2006 in einem Lokal in Melbourne, als ich Sebastian Vettel zum ersten Mal getroffen habe. Gemeinsam mit Jo Leberer saß er da, dem österreichischen Physiotherapeuten, der schon Ayrton Senna betreute und sich jetzt fürsorglich um den Neuling kümmerte.

Der hat was zu sagen!

Ein wenig schüchtern wirkte der damals 19-Jährige anfangs, es brauchte allerdings nur wenige Minuten und ein Thema, um aufzutauen – die Formel 1. Es war seine freundliche, spitzbübische Art, die mich beeindruckt hat. Aber auch seine Eloquenz, wenn es um das Thema Formel 1 ging. In einer äußerst amüsanten Runde haben wir uns dann auch noch über – man höre und staune – österreichischen Fußball unterhalten, und Sebastian hat (vergebens) versucht, meinen Dialekt nachzumachen.

Nach diesem ersten Treffen war mir klar: Dieser Bursche hat nicht nur hohen Unterhaltungswert, sondern durchaus etwas zu sagen. Also habe ich Sebastian im weiteren Verlauf der Saison 2006, in der er als Ersatzpilot für das BMW-Sauber-Team an den Grand-Prix-Wochenenden dabei war, in unser ORF-Programm eingebunden. Als Experte hat er mit mir die Qualifyings analysiert.

Zuerst waren einige noch skeptisch (Motto: “Wer bitte ist Sebastian Vettel?”), doch nach seinem ersten Auftritt in unserer Sendung waren auch sie überzeugt. Mit seiner offenen, freundlichen Art, gepaart mit einer Fachkenntnis, die er wirklich unglaublich präzise und gut verständlich auf den Punkt bringen konnte, gewürzt mit dem einen oder anderen Schmäh, war er ein absoluter Gewinn für unsere Sendung.

Nun sind knapp fünf Jahre vergangen, und der blonde Bursche, der damals eher wie ein Schulbub denn ein Rennfahrer gewirkt hat, ist Formel-1-Weltmeister. Seine positiven Eigenschaften hat sich der mittlerweile 23-Jährige trotz seiner Erfolge beibehalten. Damals wie heute ist er im Umgang mit der Öffentlichkeit erfrischend natürlich. Alles in allem ist Sebastian Vettel immer der geblieben, der er damals war, als ich ihn 2006 kennengelernt habe. Dafür gibt es zwar keinen Pokal, aber meine aufrichtige Anerkennung!

Das gesamte Porträt lesen Sie im Seitenblicke Magazin 51/10!

(seitenblicke.at/foto:dapd)

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