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Der Aufsteiger - Trailer und Kritik zum Film

Eine nackte Frau kriecht in den weit aufgerissenen Rachen eines Krokodils. Eine skurrile Szene für einen Film über Macht und Machenschaften in der Politik. Doch liegt in dieser Traumsequenz, mit der der Film "Der Aufsteiger" (Original: L'Exercice de l'Etat) von Pierre Schoeller beginnt, die gesamte Tragweite dieses Werks. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Der Verkehrsminister Bertrand Saint-Jean glaubt an die Politik für das Volk und will es besser machen als die anderen. Doch schon bald kommt er in das Räderwerk der Intrigen und Machenschaften. Zuletzt geht es auch ihm nicht mehr um seine Ideale, sondern darum, mächtig zu bleiben. Ab 8. Februar in den österreichischen Kinos.

Polit-Drama “Der Aufsteiger”: Im Räderwerk der Macht

Verkehrsminister Saint-Jean (Olivier Gourmet) gehört zu den Aufsteigern im Geschäft. Er ist noch relativ jung und sonnt sich im Erfolg der gelungenen Reform der französischen Häfen. Als jedoch der Haushaltsminister in einem Interview bekannt gibt, dass eine Privatisierung der französischen Bahnhöfe in Erwägung gezogen werde, gerät Saint-Jean in Bedrängnis. Er war als Garant dafür eingetreten, dass es nach den Häfen keine weiteren Privatisierungen mehr geben würde.

Nun beginnt für den Verkehrsminister ein gnadenloser Machtkampf: Aus Freunden werden Feinde. Nachdem in dieser Frage der Premierminister nicht mehr hinter ihm steht, versucht ihn nun sein treuester Weggefährte Gilles (Michel Blanc) umzustimmen. Versprechen und Ideale fallen letztendlich der Macht zum Opfer.

Wie sehr sich der Politiker mittlerweile vom Volk abgekapselt hat, bringt Schoeller eindrucksvoll durch die Szene zum Ausdruck, als sich der Politiker nach der Arbeit spät abends zum Essen bei seinem Chauffeur, einem ehemaligen Langzeitarbeitslosen, einlädt. Im Laufe des Abends lässt dessen Frau ihrer Wut über die Politik und deren Entscheidungsträger freien Lauf. Plötzlich muss Saint-Jean sein Amt und sein Milieu rechtfertigen.

Schoeller ist mit seinem “Aufsteiger”, der dramatisch mit dem tödlichen Autounfall des Chauffeurs endet, ein spannender, temporeicher und kritischer Film über Macht und Intrigen gelungen. In dem Politiker-Porträt beeindruckt besonders Gourmet, der den Wandel von Saint-Jean ausgezeichnet darstellt: vom Mann des Volkes zum Machtpolitiker.

(APA)

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