Depeche Mode begeisterten ihre Fans in der Wiener Stadthalle am Samstag

Depeche Mode gastierten am Samstag in der Wiener Stadthalle.
Depeche Mode gastierten am Samstag in der Wiener Stadthalle. ©APA
Am Samstagabend kamen Depeche Mode-Fans beim Konzert in der Wiener Stadthalle voll auf ihre Kosten: Mit ihrem breiten Spektrum, lasziver Mikrofonständergymnastik und großer Publikumsinteraktivität begeisterten die britischen Elektro-Ikonen  zwei Stunden lang die ausverkaufte Halle.
Bilder vom Konzert

“Welcome to my World” hieß es gleich zu Beginn. Ein Aufruf, dem die Fans – durchaus auch viele der ersten Stunde – gerne nachkamen. Zumal die Welt von Sänger Dave Gahan immer noch aus knappen schwarzen Lederoutfits, Augen-Make-up und gut gelauntem Wirbeln über die Bühne besteht. Auch die heroischen Posen und Hüftschwünge durften nicht fehlen.

Mit “Angel” folgte gleich der zweite Song des neuesten Albums “Delta Machine”, nach dem auch die aktuelle Tour benannt ist. Spätestens bei den älteren Hits “Walking in my Shoes” und “Black Celebration” war die (Sing-)Begeisterung des Publikums dann ungebrochen, sowohl am Parkett als auch auf den Rängen wurde synchron geklatscht, gehüpft und gegrölt.

Depeche Mode begeisterte das Publikum in Wien

Beim Welthit “Enjoy the Silence” übernahmen die Zuschauer gleich ganze Refrains – Gahan nahm es nicht nur gelassen, sondern animierte noch zusätzlich. “Sing it! Let’s hear it!” rief er nicht nur hier, sondern jedes Mal, sobald sich die Fans textsicher zeigten – selbst wenn die Halle nach “But not Tonight” noch mindestens eine Minute länger summte.

Unterstützt wurde die gute Mischung aus alten Klassikern wie “Policy of Truth” und neuen Songs wie “Heaven” auch von den Visuals auf der Videowall und den Lichteffekten – meist unaufdringlich sorgten Funkenflug oder akrobatisch verknäulte nackte Frauen dann doch für den einen oder anderen Eyecatcher.

Akustik-Songs beim Wien-Konzert

Aber die Synth Rock-Ikonen bewiesen auch eindrücklich, dass sie nicht nur elektronische Rhythmen beherrschen: Mit den Akustikversionen von “Slow” und “Blue Dress” bescherte Gründungsmitglied Martin Gore zwei der schönsten und intimsten Momente des Konzertabends und holte sich dementsprechend viel Applaus ab.

Kein Halten mehr gab es, als sich Gahan zum Abschluss als “Personal Jesus” auch noch seines Gilets entledigte und seine pirouettenartigen Runden auf der Bühne halbnackt drehte. Mit lautem Klatschen und Jubeln wurden die Musiker zurück auf die Bühne geholt, wo die elektronische Musik noch einmal mit fünf Nummern Zugabe – darunter etwa “Just Can’t Get Enough” auf einer Box stehend gesungen und “Halo” – gefeiert wurde. Erst dann entließen die Briten ihr verschwitztes, aber zufriedenes Publikum.

(APA)

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