Demos des Pflegepersonals am Donnerstag in Wien

"Klatschen reicht nicht": Das Gesundheits- und Pflegepersonal demonstrierte am Donnerstag in Wien für mehr Personal, gute Arbeit und faire Bezahlung.
"Klatschen reicht nicht": Das Gesundheits- und Pflegepersonal demonstrierte am Donnerstag in Wien für mehr Personal, gute Arbeit und faire Bezahlung. ©APA/HANS PUNZ
Am Donnerstag fanden in Wien Proteste des Gesundheits- und Pflegepersonals statt.

Getragen wurden die Kundgebungen von der "Offensive Gesundheit", einem Zusammenschluss der Gewerkschaften younion, GÖD Gesundheitsgewerkschaft, gpa, vida, der Wiener Ärztekammer, der Arbeiterkammer und des ÖGB. Die Demonstration startete um 15 Uhr bei Wien Mitte "The Mall" und endete um 16:30 im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche. Ein besonderes Highlight war ein Auftritt der Band "Russkaja".

10.000 Teilnehmer bei Demonstration in Wien

Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft ("Team Gesundheit"): "Alleine bei der großen Demonstration in Wien haben 10.000 TeilnehmerInnen der Bundesregierung lautstark klar gemacht, dass jetzt schnell etwas weitergehen muss. Und das nicht nur in der Pflege. Von Ankündigungen alleine haben die Beschäftigten auch nichts. Sie wollen endlich Verbesserungen im Gesundheits- und Pflegebereich, nicht nur leere Versprechungen." Indess erhielt die parlamentarische Bürgerinitiative "Achtung Gesundheit" mehr als 74.000 Unterschriften.

Gewerkschaft will Druck auf die Regierung ausüben

"Die Pflege ist ein Intensivpatient, dem heute von der Bundesregierung die Verlegung auf die Normalstation in Aussicht gestellt wurde. Jetzt geht es darum, mit vereinten Kräften dafür zu sorgen, dass dieser Genesungsprozess gelingt", kommentiert ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. "Den Worten müssen rasch Taten folgen. Die angekündigten Schwerpunkte mehr Lohn und Gehalt, mehr Urlaub und bessere Ausbildung sind zentrale Forderungen der Gewerkschaftsbewegung, aber es kommt wie immer auf die Umsetzung an. Wir werden genau hinschauen und weiter Druck machen, wenn es um Fairness für die Beschäftigten geht!"

Anderl fordert endlich Reformen für Gesundheits- und Pflegepersonal

AK Präsidentin Renate Anderl sagt: "Wir hören schon seit Jahren von Reformen, wir hören seit Jahren, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Pflege ist. Während der Corona-Krise hat es fast täglich Lobeshymnen auf das Pflegepersonal gegeben. Viel zu lange sind diesen schönen Worten keine Taten gefolgt."

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: "Mit dem jetzt vorliegenden Paket ist der erste Schritt der Pflegereform getan. Sie ist das Ergebnis jahrelangen gewerkschaftlichen Drucks. Jetzt gilt es, Verbesserungen für den ganzen Gesundheitsbereich zu erreichen."

(Red)

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