Demonstration von Bankangestellten in Wien und allen Landeshauptstädten

Auch in Wien gab es am Montag eine Demo von Bankangestellten.
Auch in Wien gab es am Montag eine Demo von Bankangestellten. ©APA (Sujet)
Zu Demonstrationen von Bankangestellten und Betriebsräten kam es am Montag in allen österreichischen Landeshauptstädten. Betriebsrat der Oberbank und Verhandlungleiter im Lohnpoker Wolfgang Pischinger fordert durch die hohen Gewinne der Finanzbranche eine Lohnerhöhung, die deutlich über der Inflationsrate liegt.

Seit einigen Jahren schreibt die Finanzbranche wieder hohe Gewinne, die bis jetzt jedoch nicht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergegeben wurden, so Pischinger. Außerdem fordern die Betriebsräte die Gründung einer Branchenarbeitsstiftung, die sich mit dem strukturellen Wandel der Bankbranche beschäftigen und Umschulungs- und Qualifikationsprogramme ermöglichen soll. Hier seien die Arbeitgeberverbände gefordert, so die Botschaft der Demonstranten.

Proteste von Bankmitarbeitern in allen Landeshauptstädten

Die Finanzbranche habe im vergangenen Geschäftsjahr Gewinne von 3,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber in den Kollektivvertragsverhandlungen, nämlich eine Erhöhung der Löhne um 0,8 Prozent zuzüglich sechs Euro, decke sich nicht mit den enormen Gewinnen der Branche, so die Betriebsräte. Die Verhandlungen vom 26. Februar wurden nach zwei Tagen abgebrochen und werden am 16. März weitergeführt.

Im Schnitt bewegten sich die Kollektivvertragserhöhungen seit der Herbstlohnrunde des Vorjahres zwischen 1,3 und 1,5 Prozent.

(apaa/red)

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