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Dealer in Tiefgarage geschnappt

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Nach monatelangen Ermittlungen haben Drogenfahnder des Kriminalkommissariats Süd einen direkt aus den Niederlanden kommenden Drogenhändler bei seiner Ankunft in Wien abgefangen - und zwar in der Tiergarage des Donauspitals.

Im Auto des 51-Jährigen wurden in einem Versteck 30 Kilo Haschisch und sechs Kilo Marihuana sichergestellt. In der Wohnung des mehrfach vorbestraften Dealers wurde weitere acht Kilo Haschisch sowie je ein halbes Kilo Marihuana und Kokain sichergestellt. Das gab die Wiener Polizei am Donnerstag bekannt.

Neben dem 51-jährigen Franz Sch. wurden fünf weitere Männer festgenommen: Zwei Kuriere und drei Abnehmer. Dabei handelt es sich um einen pensionierten Schauspieler, den Besitzer mehrerer Lokale in der Wiener Innenstadt sowie einen Krankenpfleger.

Täter teilweise geständig

Der mutmaßliche Haupttäter, zuletzt im Frühjahr 2004 aus der Strafhaft entlassen, gab laut Polizei vier bis fünf Drogenbeschaffungsfahrten in die Niederlande zu, die er teilweise von den beiden ausgeforschten Kurieren durchführen ließ, und zwar seit Jänner. Die Ermittler vermuten, dass der Mann weitere derartige Fahrten unternommen hat.

Drogenhund nicht zu täuschen

Die jüngste Lieferung hatte Franz Sch. in seinem als Werkstättenfahrzeug getarnten Renault Kangoo in zugenieteten Nischen hinter den Vordersitzen versteckt, wie Oberleutnant Helmut Stacher vom Kriminalkommissariat Süd erläuterte. Im Auto befand sich auch ein Benzinkanister – offenbar zu dem Zweck, die Nasen von Drogenspürhunden zu „beleidigen“, was im konkreten Fall aber nicht gelang.

Der Hund zeigte den Bereich an, in dem das Haschisch und das Marihuana versteckt waren. Um zu dem Suchtgift zu gelangen, mussten die Fahnder das Auto zumindest teilweise zerlegen. Laut Polizei benützte Sch. eine Unterkunft im Schwesternwohnheim des Donauspitals als Bunkerwohnung – ermöglicht hatte ihm dies über Umwegen der als Abnehmer festgenommene 24 Jahre alte Krankenpfleger, der aber nicht im Donauspital beschäftigt war.

Sch. selbst gab an, in Kroatien einen Motorbootverleih zu betreiben. Ein Boot des 51-Jährigen dürfte laut Ermittlern noch in einem kroatischen Hafen liegen und soll beschlagnahmt werden, da der Verdacht besteht, dass es aus Gewinnen aus Suchtgiftgeschäften finanziert wurden. Der Straßenverkaufswert allein der bei dem 51-Jährigen sichergestellten rund 46 Kilo Drogen beträgt nach Angaben der Polizei rund 700.000 Euro.

Die Abnehmer – der 65-jährige Schauspieler, der laut Polizei eher in kleinen Rollen glänzte, der 44-jährige Gastronom und der junge Krankenpfleger – stehen im Verdacht, die Drogen selbst weiterverkauft zu haben. Franz Sch. selbst wird für längere Zeit „sitzen“ müssen:
Abgesehen von einer Strafe nach einem allfälligen Schuldspruch in der aktuellen Geschichte hat er noch zwei Jahre Haft nach seiner letzten Verurteilung wegen Drogenhandels offen.

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