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Datenbank für Kinderrechte geht online

Bisher gab es jedoch kein Forum, in dem alle diese Initiativen zusammengefasst sind. Heute Mittwoch, am Tag der Menschenrechte, ging von Graz aus eine Datenbank in Betrieb, die die europaweit existierenden Institutionen vereint und deren jeweilige Arbeit vorstellt.

Eingerichtet wurde die Datenbank, die 308 Organisationen und Einrichtungen aus über 30 Ländern (von den EU-Mitgliedstaaten über die Beitrittskandidatenländer bis Aserbaidschan, Moldawien und Russland und Weißrussland) umfasst, im Rahmen des EU-Projektes „European Network Launching Children’s Rights”. Der Grazer Verein „OMEGA – Verein für Opfer von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen” hat die Institutionen nun in der Datenbank vereint. Die Einrichtungen widmen sich Kindern, die Opfer institutionalisierter oder sexueller Gewalt wurden, in unklaren rechtlichen Verhältnissen leben, einer ethnischen Minderheit angehören, die Opfer von Menschenhandel oder Folter wurden, von Schule oder Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind bzw. unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder so genannte Straßenkinder sind.

Die Homepage bietet Informationen über die Aktivitäten der jeweiligen Institutionen und die Suche nach Kooperationspartnern auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Viele Initiativen haben dadurch erstmals die Möglichkeit, ihre guten und oft mit geringen finanziellen Mitteln verwirklichten Projekte öffentlich zu machen. Bei etlichen Netzwerkpartnern gibt es Links zur eigenen Homepage.

„In den früheren Oststaaten gibt es viel Wissen um die Probleme von Kindern in Nachkriegs- und Übergangsgesellschaften. Dieses Wissen im Umgang mit Kindern, die traumatische Erfahrungen und Gewalt durchleben mussten, kann uns hier helfen, Kinder, die in gewaltträchtiger Umgebung leben müssen, besser zu verstehen”, erklärte Projektkoordinator Peter Gletthofer im APA-Gespräch die Integration von Organisationen außerhalb des EU-Raumes. Mehr Wissen über kulturelle Aspekte von Gewalt erhöhe auch die Professionalität im Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien, so der klinische Psychologe. Indem der Austausch auf Expertenebene „zwischen Ost und West” gefördert wird und bewährte Konzepte untereinander vorgestellt und für die eigene Arbeit adaptiert werden, sollen Fehler in der eigenen Programmentwicklung vermieden werden.

OMEGA ist ein politisch unabhängiger Verein, der sich der Flüchtlingsbetreuung widmet. Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich sowie deren psychologischer und soziale Betreuung sind weitere Schwerpunkte der Tätigkeit des Vereines, der u.a. vom Land Steiermark, der Stadt Graz und der Caritas unterstützt wird.

(S E R V I C E – Die Datenbank ist unter http://www.omega-graz.at/DAPHNE-Database/ abrufbar.)

APA) – In Europa gibt es viele ambitionierte Projekte, Einrichtungen und Organisationen, die sich der Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche widmen. Bisher gab es jedoch kein Forum, in dem alle diese Initiativen zusammengefasst sind. Heute Mittwoch, am Tag der Menschenrechte, ging von Graz aus eine Datenbank in Betrieb, die die europaweit existierenden Institutionen vereint und deren jeweilige Arbeit vorstellt.

Eingerichtet wurde die Datenbank, die 308 Organisationen und Einrichtungen aus über 30 Ländern (von den EU-Mitgliedstaaten über die Beitrittskandidatenländer bis Aserbaidschan, Moldawien und Russland und Weißrussland) umfasst, im Rahmen des EU-Projektes „European Network Launching Children’s Rights”. Der Grazer Verein „OMEGA – Verein für Opfer von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen” hat die Institutionen nun in der Datenbank vereint. Die Einrichtungen widmen sich Kindern, die Opfer institutionalisierter oder sexueller Gewalt wurden, in unklaren rechtlichen Verhältnissen leben, einer ethnischen Minderheit angehören, die Opfer von Menschenhandel oder Folter wurden, von Schule oder Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind bzw. unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder so genannte Straßenkinder sind.

Die Homepage bietet Informationen über die Aktivitäten der jeweiligen Institutionen und die Suche nach Kooperationspartnern auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Viele Initiativen haben dadurch erstmals die Möglichkeit, ihre guten und oft mit geringen finanziellen Mitteln verwirklichten Projekte öffentlich zu machen. Bei etlichen Netzwerkpartnern gibt es Links zur eigenen Homepage.

„In den früheren Oststaaten gibt es viel Wissen um die Probleme von Kindern in Nachkriegs- und Übergangsgesellschaften. Dieses Wissen im Umgang mit Kindern, die traumatische Erfahrungen und Gewalt durchleben mussten, kann uns hier helfen, Kinder, die in gewaltträchtiger Umgebung leben müssen, besser zu verstehen”, erklärte Projektkoordinator Peter Gletthofer im APA-Gespräch die Integration von Organisationen außerhalb des EU-Raumes. Mehr Wissen über kulturelle Aspekte von Gewalt erhöhe auch die Professionalität im Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien, so der klinische Psychologe. Indem der Austausch auf Expertenebene „zwischen Ost und West” gefördert wird und bewährte Konzepte untereinander vorgestellt und für die eigene Arbeit adaptiert werden, sollen Fehler in der eigenen Programmentwicklung vermieden werden.

OMEGA ist ein politisch unabhängiger Verein, der sich der Flüchtlingsbetreuung widmet. Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich sowie deren psychologischer und soziale Betreuung sind weitere Schwerpunkte der Tätigkeit des Vereines, der u.a. vom Land Steiermark, der Stadt Graz und der Caritas unterstützt wird.

(S E R V I C E – Die Datenbank ist unter http://www.omega-graz.at/DAPHNE-Database/ abrufbar.)

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