Das waren die Kinohighlights 2013: Die eindrucksvollsten filmischen Leistungen

Die drei besten Filme des Jahres 2013: "The Act Of Killing", "Blau ist eine warme Farbe" und "Prisoners"
Die drei besten Filme des Jahres 2013: "The Act Of Killing", "Blau ist eine warme Farbe" und "Prisoners" ©VIENNALE/AP
2013 hatte in Sachen Kino einiges zu bieten. VIENNA.AT wirft einen Blick auf die filmischen Ereignisse zurück und erinnert an die interessantesten Kinofilme des Jahres.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – höchste Zeit also, um auch im Hinblick auf Filme alle Ereignissse Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was die imposantesten Werke des Jahres waren.

Die drei besten Filme des Jahres 2013

Unter all den Filmen, die es 2013 auf die Leinwand geschafft haben, haben bei der Redaktion von VIENNA.AT vor allem drei einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

The Act of Killing

Obwohl es sich bei “The Act of Killing” um eine Dokumentation handelt, hat Regisseur Joshua Oppenheimer damit das filmische Werk des Jahres 2013 erschaffen. Faszinierend und schockierend zugleich, zeigt er in der Dokumentation über indonesische Massenmörder, dass 50 Jahre nach den brutalen Hinrichtungen von bis zu drei Millionen Kommunisten und Regimegegnern noch immer die Täter von einst an der Macht sind.

Die Täter prahlen mit den Morden und stellen diese nur zu gerne detailgetreu nach. Ohne Reue sind sie deshalb aber nicht. Packend, intensiv und surreal zugleich führt “The Act of Killing” ganz nah an die Wurzeln des Bösen.

Anfang 2014 kommt die Dokumentation, die im Rahmen der diesjährigen Viennale gezeigt wurde, in die österreichischen Kinos – ein Besuch im Kinosaal ist mehr als empfehlenswert.

Blau ist eine warme Farbe

“La Vie d’Adèle” (deutscher Titel: “Blau ist eine warme Farbe”) von Abdellatif Kechiche erzählt die Liebesgeschichte zwischen der 15-jährigen Schülerin Adèle (Adèle Exarchopoulos) und der Kunststudentin Emma (Léa Seydoux).

Bei der Viennale 2013 wurde der knapp dreistündige, emotionale Liebesfilm zum ersten Mal in Österreich gezeigt und sorgte dort für erstaunte Gesichter. Nicht wegen den intensiven, langen Sexszenen, sondern wegen der realistischen Erzählweise und den zwei talentierten Hauptdarstellerinnen.

“Blau ist eine warme Farbe”, ist ein radikales Liebesdrama, das mitreißend und außergewöhnlich zugleich ist. Vor allem die schauspielerische Leistung von Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux, die beide an ihre Grenzen gehen, machen den Film zu einem echten Erlebnis.

Ein weiterer französischer Film, der einen Besuch im Kino wert ist, ist “Jung & Schön” (im Original: “Jeune et Jolie”) von Francois Ozon. Der Film widmet sich dem schwierigen Thema der Prostitution und zeigt dabei eine neue, interessante Sichtweise auf, die zwar gewagt, aber dennoch grandios umgesetzt ist.

Prisoners

“Prisoners” handelt von der mysteriösen Entführung zweier Kinder, die am Ende jede Menge Fragen aufwirft. Denis Villeneuve gelang mit “Prisoners” der Durchbruch. Zuvor war der Regisseur, der unter anderem die weniger bekannten Filme “Die Frau die singt – Incendies ” und “Polytechnique” gemacht hat, kaum aufgefallen.

Nicht nur, dass er Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal für die Hauptrollen gewinnen konnte, Villeneuve hat es geschafft, einen zweieinhalb Stunden langen Thriller spannend und vielschichtig umzusetzen.

Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal konnten in diesem Jahr auch noch in weiteren Filmen die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen. Einen singenden Jackman gab es in der Verfilmung des gleichnamigen Romans “Les Misérables” (auf Deutsch: “Die Elenden) von Victor Hugo und Jake Gyllenhaal als harten Cop konnte man auch im Thriller “End of Watch” sehen.

Die eindrucksvollsten Filme des Jahres 2013:

Neben den drei von der Redaktion gewählten besten Filmen des Jahres gab es aber auch zahlreiche weitere Highlights in den Kinos: Anfang des Jahres kamen die Oscar-Gewinner aus dem Jahr 2012 endlich auf die heimische Leinwand, danach folgten weitere interessante Produktionen und auch die heimische Filmszene konnte sich sehen lassen.

Eindrucksvolle Produktionen aus Österreich

Auch österreichische Produktionen konnten in diesem Jahr begeistern. Dazu zählen neben der “Paradies”-Triologie von Ulrich Seidl auch “Oktober November” von Götz Spielmann, der mit beeindruckenden Bildern, einer stimmigen Handlung, die sich spannend verdichtet, und einem großartigen Schauspielerensemble einen melancholischen und bildgewaltigen Film in die Kinos gebracht hat.

Oscar-Gewinner und die Nominierten in den heimischen Kinos

Im Jänner schafften es einige Oscar-Gewinner nach Österreich: Neben der Tragikomödie “Silver Linings Playbook” von Donna Gigliotti, Bruce Cohen und Jonathan Gordon, für die Jennifer Lawrence ihren ersten Oscar erhielt, sorgte auch Quentin Tarantinos “Django Unchained” (hierfür gab es einen Oscar und einen Golden Globe für den Wiener Christoph Waltz) für volle Kinosäle.

Auch Steven Spielbergs Film über den 16. amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln, “Lincoln” (Daniel Day-Lewis erhielt für die Hauptrolle einen Oscar) und das Katastrophendrama über das Erdbeben im indischen Ozean und den Tsunami aus dem Jahr 2004 von Juan Antonio Bayona “The Impossible” garantierten ein intensives Kinoerlebnis.

Vorjahresgewinner Ryan Gosling überzeugte auch 2013

Mit seiner Rolle in “Drive” wurde Ryan Gosling von uns auf den ersten Platz der Jahrescharts 2012 gewählt und auch in diesem Jahr war der talentierte Schauspieler in interessanten Rollen zu sehen.

Im Thriller “Only God Forgives”von Nicolas Winding Refn spielt Gosling Julian, der nach dem Tod seines Bruders auf Rache aus ist und in “The Place Beyond The Pines” von Derek Cianfrance ist er an der Seite von Eva Mendes und Bradley Cooper in einem Drama zu sehen, welches vier Schicksale miteinander verbindet und in dem Gosling erneut sein schauspielerisches Talent zeigt.

Die besten Horrorfilme und Psycho Dramen 2013

Seit Jahren sorgt das /slash Filmfestival dafür, dass Fans des Horror-Genres auf ihren Kosten kommen. Zu den besten Horrorfilmen zählten in diesem Jahr “V/H/S/2” (Achtung: Sehr blutig),  und “Antiviral” von Brandon Cronenberg (Sohn des erfolgreichen Regisseurs David Cronenberg).

Mia Wasikowska (“Jane Eyre”, “Alice im Wunderland”) zeigte in “Stoker” von Park Chan-wook ihr Talent. Das packende Psycho-Drama sorgt für ein spannendes Kinoerlebnis mit vielen Verdachtsmomenten. Zu den besten Horrorfilmen des Jahres kann sich auch “Conjuring – Die Heimsuchung” von James Wan gesellen. Der atmosphärische Film ist voll mit Schockmomenten.

Weitere interessante Filme aus Hollywood

Zu den weiteren eindrucksvollen Filmen zählte auch “The Master” von Paul Thomas Anderson, in dem die ungewöhnlichen Beziehung zweier Männer und die Anziehungskraft einer Sekte erzählt wird. Sehenswert ist der Film neben seiner Geschichte auch wegen den Hauptdarstellern Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman, die in den Rollen brillieren. Denzel Washington überzeugte in seiner Rolle eines alkoholkranken Piloten in “Flight” von Robert Zemeckis. Das Drama über Sucht und Lügen ist unterhaltsam und mitreißend.

Alfonso Cuarón gelang mit “Gravity” ein visuelles Meisterwerk. Das Drama mit George Clooney und Sandra Bullock in den Hauptrollen führt das Kinopublikum in ein spektakuläre Reise in das Weltall. “Inside Llewyn Davis” von Joel und Ethan Coen darf in der Reihe der besten Filme einfach nicht fehlen. Der Grund ist schnell erklärt: Großartige Figuren, interessante Dialoge, grandiose Schauspieler und eine Katze.

Das waren die Blockbuster 2013

2013 gab es viele erfolgreiche Filme – darunter die Comic-Verfilmungen “Iron Man 3”, “Wolverine – Weg des Kriegers” und “Thor – The Dark Kingdom”. “Oblivion” von Joseph Kosinski brachte nicht nur zahlreiche Menschen in die Kinos, sondern auch Tom Cruise nach Wien (sehr zur Freude der Redaktion). Der Science-Fiction-Action-Film hat zwar eine weniger interessante Handlung, dafür aber viele tolle Bilder.

Reichlich Action und Science Fiction gab es in “Star Trek Into The Darkness” von J.J. Abrams. Sehenswert ist der Film auch in 3D, wobei hier nicht jede Einstellung gelungen ist. Ob wegen Brad Pitt oder den Zombies – “World War Z” sorgte weltweit für volle Kinosääle. Dem rasanten Zombie-Horror-Blockbuster fehlt es zwar an Tiefe, aber nicht an Horror, der für die breite Masse geeignet ist.

Für Guillermo del Toro Fans ein Muss, aber auch für Sci-Fi Fans äußert sehenswert präsentiert sich “Pacific Rim”. Der Film hat zwar eine recht simple Handlung, aber die Inszenierung ist gigantisch und dem Regisseur mehr als gelungen.

“Rush – Alles für den Sieg” von Ron Howard lockte nicht nur Formel 1-Fans vor die Leinwand. Das Drama erzählt die Geschichte vom Kampf um die Weltmeisterschaft 1976 zwischen Niki Lauda und dem Briten James Hunt und beeindruckt mit imposanten Bildern. “Tribute von Panem – Catching Fire” von Francis Lawrence erfreute Fans des Romans und der Film-Triologie. Großartige Darsteller und ein interessantes Setting verhalfen dem Film zum Erfolg.
(NTA)

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