Das war das Two Days a Week - Alle Bilder des Festivals in Wiesen

©Vienna Online
Das war's! Gestern, Samstag, ging der zweite Tag des Two Days a Week-Festivals in Wiesen über die Bühne. Das Festival in Bildern hier.
Two Days a Week - Tag 1
Two Days a Week - Tag 2

Highlight des Abends: Die Toten Hosen

Die Stimmung bei manchen Konzerten lässt sich kaum in Worte fassen: Man muss den Auftritt der Toten Hosen am Samstagabend in Wiesen miterlebt haben, um den Kult um die Punkrocker aus Düsseldorf zu begreifen. Campino und Co. legten zum Abschluss ihrer Sommer-Tournee einen atemberaubenden Auftritt hin und krönten damit die ebenfalls zu Ende gegangene Popfestival-Saison in Österreich. Das zweitägige Two-Days-A-Week war zum ersten Mal in seiner zehnjährigen Geschichte ausverkauft. Damit konnte Veranstalter Ewald Tatar heuer mit sämtlichen großen Open Airs Erfolge feiern.

Die Toten Hosen brachten im Vergleich zum Nova Rock eine modifizierte Songauswahl ins Burgenland mit. Die Kombination aus alten und neueren Stücken funktionierte wie aus einem Guss, auf langsame Beiträge (wie “Nur zu Besuch”) wurde diesmal komplett verzichtet. Die ersten drei Stücke gaben die Richtung vor: Auf ein elektrifizierendes “Strom” vom aktuellen Album “In aller Stille” folgte die Lebensphilosophie “Weil du nur einmal lebst”, um dann gleich den runtergebolzten Klassiker “Opelgang” nachzuschieben. Ab “Auswärtsspiel” brannten die bengalischen Feuer, standen Fahnen schwenkende Fans auf den Schultern ihrer Freunde und 7.000 Besucher steuerten den Chorgesang bei.

Auf der gesamten Tour hatten sich die Hosen in blendender Form und bei ungezügelter Spielfreude gezeigt. Während es zum Start in der Wiener Stadthalle im Dezember vergangenen Jahres noch dort und da ein wenig schepperte, präsentierten sich die Musiker nun perfekt zusammengespielt. Und doch hat die Routine nicht über die Leidenschaft triumphiert: “Liebeslied”, “Pushed Again”, “Hier kommt Alex”, “1.000 gute Gründe”, “All die ganzen Jahre” oder “Bayern” bewiesen, dass Punkrock keine Sache der Generation, sondern der Einstellung ist. Man muss dabei gewesen sein, wenn zum Abschluss das Publikum mit der Band als zusammengeschweißte Einheit “You Never Walk Alone” in die Nacht schmetterte.

Punkt Mitternacht gab es übrigens von den Toten Hosen ein Geburtstagsständchen für Gerold Haubner. “Haubi”, Konzert-PR-Urgestein und verlässlicher Partner der Medien, feierte seinen 40er. Das “Wort zum Sonntag” wurde ihm gewidmet (“Ich werde immer laut durchs Leben zieh’n, jeden Tag in jedem Jahr…”).

Das Two-Days-A-Week war am ersten Tag vom heuer ständig festivalpräsenten Regen geprägt. Doch ab dem Freitag-Showdown mit The Offspring hatte das Wetter Erbarmen und die Gäste hatten eine Freunde mit dem Headliner aus Amerika. Ein weiteres Highlight des Programms waren Millencolin. Die Schweden konnten mit hymnenartigem Skaterpunk die Stimmung vor den Hosen ordentlich anheizen.

Toten Hosen kommen wieder:

Und wer die Düsseldorfer zum fünften Mal in knapp zwölf Monaten in der Alpenrepublik erleben möchte, hat am 28. November die Chance: Die Toten Hosen werden zur Eröffnung der Skisaison 1.740 Meter über dem Meeresspiegel in Obertauern den Temperaturen trotzen. Auf der Homepage der Gruppe heißt es: “Wo Schnee liegt, ist die DTH-Crew nicht weit.”

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