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Das Politik-Jahr 2016: Die besten Zitate im Überblick

Das waren die besten Zitate im Politik-Jahr 2016.
Das waren die besten Zitate im Politik-Jahr 2016. ©APA
Zwei Wahlkämpfe zur Bundespräsidentenwahl lieferten zahlreiche Zitate im Politik-Jahr 2016. Das sind die besten Sager des letzten Jahres.

“I mog des Land, i mog die Leit.” – Das hat Andreas Khol (ÖVP) als Begründung für seine Bundespräsidentschaftskandidatur gereicht.

“Manchmal kam, wenn ich nachgedacht habe, auch dieser Gedanke: ‘Lieber Gott, lass diesen Kelch an mir vorübergehen’.” – Er ging vorüber, Ursula Stenzel wurde nicht FPÖ-Präsidentschaftskandidatin.

“Mein Kater Robi freut sich schon auf die Mäuse im Keller der Hofburg.” – Es wurde hingegen Norbert Hofer und der dachte schon an sein Haustier in der Präsidentschaftskanzlei.

“Als Ehemann bringe ich ein Opfer für die Allgemeinheit.” – Gunter Griss unterstützte seine Frau und Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss.

“Der Kasperl gewinnt immer.” – Baumeister und Societylöwe Richard Lugner versprühte bei der Kandidatur Optimismus.

“Sie werden sich wundern, was alles gehen wird.” – Ein Sager, den FPÖ-Kandidat Hofer später noch bereute.

“Wenn man zwei Personen wie Gladiatoren aufeinanderhetzt, darf man sich nicht wundern, wenn man ‘Blut’ sieht” – Alexander Van der Bellen in der Nachbetrachtung des unmoderierten ATV-Duells.

“Er hat wirklich eine herrliche Lunge.” – Laut Krebsspezialist Christoph Zielinski erfreut sich Van der Bellen bester Gesundheit.

“Bei den Wahlkarten wird immer ein bisschen eigenartig ausgezählt.” – Hofer beheizte Verschwörungstheorien.

“Das wurde immer so gemacht.” – Ein FPÖ-Beisitzer gab beim Verfassungsgerichtshof Einblick in die nicht ganz rechtskonforme Stichwahlauszählung.

“Bei uns hat dieses Verfahren Erstaunen hervorgerufen über ein fehlendes Unrechtsbewusstsein.” – Wahlleiter Robert Stein verschanzte sich hinter den Bezirken.

“Unjuristisch ausgedrückt bedeutet das: Die Stichwahl muss in ganz Österreich zur Gänze wiederholt werden.” – Der FPÖ-Anfechtung wurde stattgegeben, VfGH-Präsident Gerhart Holzinger sprach Klartext.

“So wahr mir Gott helfe.” – Norbert Hofer rief den Allmächtigen an, das half aber im Endeffekt auch nichts.

“Offenkundig war einer der Wahlwerber entschlossen, den Sieg des anderen nicht zu akzeptieren.” – VfGH-Richter Johannes Schnizer warf der FPÖ vor, sich bereits vor der Stichwahl auf die Anfechtung vorbereitet zu haben.

“Als Leiter der Bundeswahlbehörde muss ich zur Kenntnis nehmen, dass ein Produktionsfehler bei der Wahlkarte der Grund ist, dass wir keine einwandfreie, rechtskonforme Wahl gewährleisten können.” – Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) verschob die Bundespräsidenten-Wahl dann auch noch.

“Im Endeffekt ist es keine Behördenfrage, sondern eine Schuld des Klebers.” – Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat den Schuldigen für die Verschiebung gefunden.

“Ich werde mit einiger Wahrscheinlichkeit den Herrn Van der Bellen wählen, und das ist es.” – ÖVP-Chef Mitterlehner rang sich zu einem Bekenntnis durch.

“Ein klarer Fall von Illoyalität.” – Mitterlehner geriet jedoch ob Reinhold Lopatkas unabgesprochene Hofer-Wahlempfehlung in Rage.

“Heute ist ein rot-weiß-rotes Signal durch die Welt gegangen.” – Ein Wahlsieg mit Vorbildwirkung, meinte schlussendlich Alexander Van der Bellen.

“Ich war nicht sonderlich überrascht, ich habe den Wahlsieg von Alexander Van der Bellen vorausgesagt.” – Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) will Freunden sogar empfohlen haben, bei Wettanbietern auf den ehemaligen Grünen-Chef zu setzen.

“Ich wünsche Van der Bellen für dessen Aufgabe alles Gute. Aber ich sage auch, dass man in mir einen schlafenden Bären geweckt hat.” – Hofer versprach ein weiteres Antreten.

“Tatsächlich war es so etwas wie ein Selbstmordattentat des Herrn Mitterlehner.” – Auf der Suche nach Gründen für die Niederlage wurde Hofer beim ÖVP-Chef und dessen Bekenntnis zu Van der Bellen fündig.

“Es gab keinen Pensionsschock.” – Heinz Fischer genießt hingegen als Bundespräsident a.D.

“Werner Faymann kann nicht so tun, als hätte dies alles nichts mit ihm zu tun, weil er ja nicht zur Wahl gestanden sei.” – Die frühere SP-Politikerin Brigitte Ederer trat die Personaldebatte im Frühjahr los.

“Wenn man pfeift, kann man nicht zuhören.” – SPÖ-Chef Werner Faymann hatte es schwer, sich am 1. Mai Gehör zu verschaffen.

“Ich lege meine Funktionen als Parteivorsitzender und Bundeskanzler mit dem heutigen Tag zurück.” – Wenig später trat Faymann ab.

“Haltung kennt keine Obergrenze!” – Die Wiener SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely war trotz Zustimmung ihrer Partei zum Asylantrags-Limit nicht überzeugt.

“Ich möchte Österreich Slums in Städten ersparen.” – Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) stritt mit der ÖVP über die Mindestsicherung.

“Ich bin verwundert, dass man jetzt feststellt, dass es in Panama Briefkastenfirmen gibt.” – Keine Überraschung hingegen waren die Erkenntnisse der Panama-Leaks für Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP).

“In einigen Tagen habe ich wohl den schwierigsten Job dieser Republik hinter mir und die schönste Aufgabe in Österreich vor mir.” – Heimkehr nach Niederösterreich für Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

“Ich nehme an, dass ich der Chef bin und trotzdem mit Konstellationen konfrontiert, die nicht immer erfreulich sind.” – Den Wechsel in seinem Regierungsteam konnte er nur noch abnicken, ÖVP-Chef Mitterlehner.

“Es ist wie beim Schnapsen: Wenn man ein Trumpf-As im Talon hat, muss man sich sehr genau überlegen, wann man es ausspielt.” – Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) gerät bei Kurz ins Schwärmen.

“Wenn wir dieses Schauspiel weiter liefern, ein Schauspiel der Machtversessenheit und der Zukunftsvergessenheit, dann haben wir nur noch wenige Monate bis zum endgültigen Aufprall, wenige Monate, bis das Vertrauen und die Zustimmung in der Bevölkerung restlos verbraucht sind.” – Eine Chance gibt’s noch mit der ÖVP, Christian Kern übernahm SPÖ und Bundeskanzleramt.

“Wir waren Teil des Systems. … Ein Euro scheppert sicher nicht alleine.” – Auch ÖVP-Chef Mitterlehner gelobte Besserung.

“Zwei Schwarze und zwei Rote.” – Hermann Schützenhöfer erklärt Österreich.

“Ich bin der naiven Hoffnung, dass die Qualifikation zählt.” – Der rote RH-Kandidat Gerhard Steger hat sich verschätzt, Margit Kraker wurde dank Reinhold Lopatkas Hilfe Rechnungshofpräsidentin.

“Ich werde persönlich nicht mehr in der Politik sein, und auch nicht das ‘Team Stronach’. Der Name Stronach wird auch nicht mehr vorkommen.” – Frank macht Schluss mit der Politik.

“Das ist heute kein guter Tag für Großbritannien, für Europa, aber es ist auch kein guter Tag für unser Land.” – Genutzt hat es nichts, Kanzler Kern befürchtet durch den Brexit einen Bedeutungsverlust Europas.

“Die Welt gerät gerade aus ihren Fugen und unsere Jugend jagt Pokemons.” – FPÖ-Europaabgeordneter Harald Vilimsky kann den – auch von Parteifreunden gelebten – Hype nicht nachvollziehen.

“Ich sehe mich nicht unbedingt verpflichtet, in diesem Hunderennen eine Rolle zu spielen.” – Bundeskanzler Kern schaffte das Pressefoyer ab.

“Wenn ich was kann, ist es Mehrheiten finden.” – Der alte und neue ORF-Chef Alexander Wrabetz kennt seine Stärken.

“Jedes Wiener Kaffeehaus, jeder Würstelstand zahlt in Österreich mehr Steuern als ein globaler Konzern.” – Christian Kern, ganz SPÖ-Chef.

“Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ist ja kein Betonwerk.” – Lieber Granit? Norbert Schnedl folgte Fritz Neugebauer als Vorsitzender der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD).

“Glücklich allein ist die Seele, die liebt.” – FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache heiratete mit Goethe, seine Philippa.

“Wenn ich eine Burka tragen will, kann ich eine tragen – und aus.” – SJ-Chefin Julia Herr will sich das Recht auf Vollverschleierung nicht nehmen lassen.

“Make America great again. Mit dieser Ansage und dem Versprechen einer rigiden Zuwanderungspolitik gewinnt Trump battleground states!” – ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka nach Trump-Sieg enthusiastisch.

“Niemand ist gestürzt worden. Sie sehen mich in aller Pracht und Herrlichkeit.” – Die Rathaus-Palastrevolution hat (noch) nicht stattgefunden, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ).

“Wir sind in Funktionen gewählt und ja nicht Freunde im engeren Sinn des Wortes.” – Ob man will oder nicht, ÖVP-Generalsekretär Werner Amon muss mit Klubchef Reinhold Lopatka zusammenarbeiten.

“Meiner Meinung nach ist die FPÖ derzeit unser größter Konkurrent. Die nächste Aufgabe wird es sein, alles dafür zu tun, dass Strache nicht Bundeskanzler wird.” – Obmann Reinhold Mitterlehner grenzt sich und die ÖVP von den Blauen ab.

“Ich respektiere es, dass es Herrn Strache auch darum geht, das Land voranzubringen.” – Kanzler Christian Kern (SPÖ) hingegen sorgte in der “Klartext”-Konfrontation mit dem FPÖ-Obmann für Staunen.

“So ein amikales Gespräch wie heute haben wir noch nie geführt.” – Kern ließ auch diverse Spitzen Straches abperlen.

(APA/Red)

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