Das Leid der Fiakerpferde in Wien

©© VGT
Morgen, Mittwoch, den 11. Juni 2008 verwandeln sich Tierschutz-AktivistInnen in Pferde und Kutscher.

Temperaturen von 30 Grad Celsius im Schatten waren im Mai keine Seltenheit und werden es in den Sommermonaten gewiss nicht sein. Erst letzte Woche ist wieder ein Fiakerpferd während der Fahrt vor lauter Erschöpfung zusammengebrochen. Arbeitszeiten von bis zu 16 Stunden täglich sind erlaubt, kein einziger freier Tag ist für diese Tiere verpflichtend.

Diese Missstände werden seit Jahren von Seiten des Tierschutzes angeprangert, und jedes Jahr wieder stehen die Pferde in der prallen Sonne und in der kalten, dunklen Jahreszeit, wenn das Geschäft flau ist, teilweise in dunklen Kellerverliesen in der Wiener Innenstadt.

Jahr für Jahr müssen Fiaker-Pferde unter dieser unerträglichen Hitze, ohne Schutz, ihre Tätigkeit vollbringen. Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen die Pferde oft entsetzliche Schmerzen erdulden müssen, oder sogar ums Leben kommen. Die Ursachen sind vielfältig, jedoch untrennbar mit den tierschutzrelevanten Mängeln bei den Wiener Fiaker-Betrieben verbunden.

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert die sofortige Behebung der gröbsten Missstände und setzt sich langfristig für die Abschaffung der Fiaker ein. Die bestehenden Kontrollen sind nicht ausreichend. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) verweist darüber hinaus auf die Notwendigkeit verstärkter, regelmäßiger und unangemeldeter Kontrollen. Bei gesetzlichen Übertretungen müssen die Sanktionen verschärft werden, da unter anderem die Betriebszeiten rigoros nicht eingehalten werden.

Weiters stellt der Verein gegen Tierfabriken (VGT) die Forderungen auf eine Beschränkung der Arbeitszeit auf 6 Stunden pro Tag, mindestens zwei arbeitsfreie Tage in der Woche, täglich freien Auslauf und das Verbot von Dunkelhaltung und Maulkörben.

Die Stadt Wien sollte sich um mögliche Alternativen zu den Fiakern Gedanken machen. Eine Stadt, die um ihr soziales Image bemüht ist, kann Tierqual auf offenen Straßen nicht länger dulden. Andere Städte haben den Betrieb von Fiakern schon längst verboten, da die damit verbundenen Tierqualen niemals zur Gänze beseitigt werden können.

Am 11. Juni finden sich daher AktivistInnen am Wiener Stephansplatz (Ecke Brandstätte) ein und werden sehr anschaulich, verkleidet als Pferde und Fiaker-FahrerInnen auf die Qualen der Fiakerpferde aufmerksam machen.
Die Aktion findet zwischen 10:00 und 11:00 Uhr statt.

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