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Das Leben wird auch 2008 wieder teurer

Das Leben wird auch im nächsten Jahr wieder teurer. Vor allem für das Autofahren und auch das Bahnfahren muss man 2008 tiefer ins Geldbörsel greifen.

Auch die Erhöhung der Krankenversicherung wird zu Belastungen führen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Entlastungen wie die Decklung der Rezeptgebühren. Auch für Familien gibt es mehr Geld und die Lohnerhöhungen sowie die Pensionsanpassung sind dieses Mal angesichts der steigenden Inflation kräftiger ausgefallen. Für Pflegebedürftige wichtig ist das Auslaufen der Amnestie für illegale Pfleger.

Auf Autofahrer kommen neue Belastungen zu. So wird auch für Pkw eine Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April eingeführt, Autos dürfen dann bei winterlichen Fahrverhältnissen nur mit Winterreifen oder Schneeketten in Betrieb genommen werden. Die Vignette und die Lkw-Maut werden entsprechend der Inflation angehoben. Deutlich erhöht werden sollen die Verkehrsstrafen, Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung wird 50 statt 25 Euro kosten und wer bis zu 30 km/h zu schnell, ist soll 70 Euro berappen müssen. Das Licht muss man allerdings am Tag nicht mehr einschalten.

Für Bahnreisende bringt der bereits seit einer Woche geltende neue ÖBB-Fahrplan eine Erhöhung der Fahrpreise um durchschnittlich 25 Prozent. Dafür dürfen sich vor allem Fernreisende auf der Westbahn und Nahverkehrskunden in der Steiermark, Tirol und Oberösterreich über mehr und schnellere Züge freuen.

Teurer wird auch die Krankenversicherung – die KV-Beiträge werden um 0,15 Prozentpunkte auf 7,65 Prozent angehoben. Vor allem Pensionisten, Angestellte und Bauern werden das zu spüren bekommen, für Selbstständige wird der Beitrag hingegen von 9,1 Prozent auf diesen Satz gesenkt, sie finanzieren sich damit eine Abfertigung. Erfreulich ist aber, dass künftig niemand mehr als zwei Prozent seines Nettoeinkommens für Medikamente ausgeben muss. Von dieser Decklung der Rezeptgebühr profitieren rund 300.000 Personen, vor allem chronisch Kranke und Menschen mit niedrigem Einkommen.

Kräftiger als in den vergangen Jahren sind die Lohnerhöhungen und die Pensionsanpassung ausgefallen. Die Pensionen steigen gestaffelt zwischen 1,7 und 2,9 Prozent, die Mindestpensionen am stärksten auf 747 Euro und nach oben wird die Steigerung immer geringer. Über 2.161 Euro gibt es nur noch einen Fixbetrag von 36,75 Euro pro Monat. Die Metaller bekommen 3,6 Prozent plus Einmalzahlung, die eine Erhöhung von insgesamt rund vier Prozent bringt. Die Handelsangestellten erhalten 3,1 Prozent und die Beamten 2,7 Prozent plus Einmalzahlung, die im Schnitt eine Erhöhung um 3,3 Prozent bedeutet.

Mehr Geld gibt es auch für Eltern. So werden Gebühren, die bei der Geburt eines Kindes angefallen sind, gestrichen – maximal 131 Euro. Für Mehrkindfamilien gibt es mehr Familienbeihilfe. Nicht höher dafür flexibler wird das Kindergeld: Künftig gibt es drei verschiedenen Bezugsmodellen – 436 Euro über drei Jahre, 624 Euro über zwei Jahre und 800 Euro über 18 Monate inklusive Partnerbeteiligung.

Zum Ausgeben des Geldes werden die Konsumenten künftig etwas mehr Zeit haben, weil die Geschäft länger offen halten dürfen. Der gesetzliche Rahmen für die Öffnungszeiten wird von 66 auf 72 Stunden ausgeweitet. Damit dürfen die Geschäfte dann von Montag bis Freitag in der Zeit von 6 bis 21 Uhr und an Samstagen bis 18 Uhr offen halten.

Flexibler werden die Arbeitszeiten, bei einer Viertagewoche können täglich 10 Stunden Normalarbeitszeit vereinbart werden. Teilzeitbeschäftigte erhalten bei Mehrarbeit einen Zuschlag von 25 Prozent. Für Arbeitslose werden die Zumutbarkeitsbestimmungen verschärft. Selbstständige und freie Dienstnehmer werden in die Arbeitslosenversicherung und in die Abfertigung neu einbezogen. Die Inanspruchnahme der Bildungskarenz wird erleichtert.

Im Pflegebereich läuft mit 1. Jänner die Amnestieregelung für die Beschäftigung illegaler Pfleger aus. Wer dann seine Betreuungsperson nicht angemeldet hat, dem drohen Verwaltungsstrafen zwischen 730 und 2.180 Euro, im Wiederholungsfall zwischen 2.180 und 5.000 Euro. Grundsätzlich kann man für eine Selbstständige Betreuung bis zu 225 Euro Förderung bekommen, für eine Unselbstständige bis zu 800 Euro. Dafür gilt aber eine Einkommensgrenze von 2.500 Euro und eine Vermögensgrenze von 7.000 Euro. Ausnahmen gibt es in Niederösterreich und Vorarlberg, wo keine Vermögensgrenzen gelten und die Förderung mit 500 bzw. 1.000 Euro höher ist.

Im Schulbereich starten im September die ersten Modellversuche zur neuen Mittelschule. Die Anhebung der Einkommensgrenzen für den Bezug der Studienbeihilfe um bis zu 20 Prozent bedeutet, dass ab dem nächsten Studienjahr rund 4.000 zusätzliche Studenten eine Studienförderung bekommen werden.

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