Das erstaunliche Leben des Walter Mitty - Kritik und Trailer zum Film

In der Fantasy-Komödie spielt Stiller den schüchternen Foto-Archivar eines Magazins, der sich lieber in heldenhafte und romantische Tagträume flüchtet, als sein echtes Leben bei den Hörnern zu packen und seine Kollegin um ein Date zu bitten. Die letzte Printausgabe des Magazins soll das Bild des berühmten "Life!"-Fotografen Sean O'Connell zieren, doch ausgerechnet dieses Foto ist verschwunden. Alle Spielzeiten auf einen Blick

“Kreativ, abenteuerlustig und mutig” sollte Cheryls Traummann sein. Ihr Kollege Walter Mitty ist nichts von alledem. Doch dann lässt sich der Tagträumer schließlich auf ein reales Abenteuer ein. Visuell beeindruckend und doch mit erzählerisch leisen Tönen ist “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty” von und mit Ben Stiller Filmgenuss zum Jahresbeginn.

Kurzinhalt zum Film

Ob ein heldenhafter Sprung in ein Haus kurz vor der Explosion oder eine selbstbewusste Reaktion auf die neueste Demütigung durch den überheblichen neuen Chef (Adam Scott): Wenn Walter Mitty (Ben Stiller) sich allzu einsam oder unbedeutend vorkommt, flüchtet er sich in seine Tagträume. Nur in diesen schafft er es auch, seine hübsche Arbeitskollegin Cheryl (Kristen Wiig) anzusprechen.Als die letzte Printausgabe des “Life”-Magazins angekündigt wird, stehen die Jobs von beiden auf dem Spiel. Und Walter muss trotz seiner 16-jährigen Tätigkeit im Fotolabor des Magazins als einer der Ersten gehen, wenn er nicht den verloren gegangenen Negativabzug des letzten Coverfotos findet. Um seinen Job zu retten und seine Angebetete zu beeindrucken, begibt sich Walter für die Suche nach dem Bild respektive dessen Fotografen Sean O’Connell (Sean Penn) auf abenteuerliche Weltreise – und sammelt schon bald Erfahrungen, die er sich so nie hätte erträumen können.

“Das erstaunliche Leben des Walter Mitty” (im Original: “The secret life of Walter Mitty”) basiert auf der Kurzgeschichte des US-amerikanischen Autors James Thurber, die 1939 im Magazin “The New Yorker” publiziert und 1947 als Musical-Komödie mit Danny Kaye verfilmt wurde. Die modernisierte Adaption von Drehbuchautor Steve Conrad, die Walter Mitty gekonnt in die Zeiten von Digitalisierung, Online-Dating und der Printmedienkrise transferiert, ist die fünfte und bisher anspruchsvollste Regiearbeit Ben Stillers, die ganz ohne Klamauk auskommt.

Ben Stiller als Walter Mitty

Der 47-Jährige stand zuvor u.a. für “Zoolander” (2001) und “Tropic Thunder” (2008) vor und hinter der Kamera und spielt in aktuellen Interviews mit dem Gedanken, die Schauspielerei ganz an den Nagel zu hängen und nur noch auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Die Rolle des Walter Mitty hat sich Stiller dennoch – und zurecht – einverleibt. Er scheint für den plötzlich Lebensfreude schöpfenden Einzelgänger geradezu prädestiniert und schart mit u.a. “Brautalarm”-Star Kristen Wiig, Shirley MacLaine (als besonnene Mutter) und Komiker Patton Oswalt (großartig als IT-Support am Telefon) einen harmonischen, nicht ausschließlich im Comedy-Fach beheimateten Cast um sich.

Kritik zu “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty”

Ob der Sprung ins Meer aus einem Helikopter, die Fahrt auf dem Longboard durch Täler Islands oder die Erklimmung des höchsten Bergs Afghanistans: “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty” weiß dabei mit wunderbaren Ideen und einer visuell atemberaubenden Umsetzung zu beeindrucken. Dass der Film trotz all der CGI-Effekte nicht zum konventionellen Action-Abenteuerfilm mit Fantasy-Elementen ausartet, liegt an den leisen Tönen, den vereinzelt eingestreuten Indie-Songs von Arcade Fire bis Singer-Songwriter Jose Gonzalez, der verspielten Kameraführung und der Ruhe, mit der die Geschichte Walter Mittys erzählt wird. Als Film für die ganze Familie in den ausklingenden Weihnachtsferien eignet sich der Streifen allemal.

Trailer zum Film “Walter Mitty”

(APA)

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