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Das Beste zum Schluß: Kuriose Todesanzeigen

Die beiden deutschen Autoren Christian Sprang und Matthias Nöllke haben 300 besondere Nachrufe für das Buch "Aus die Maus" zusammengetragen und kommentiert.
Kuriose Todesanzeigen

Sterben ist eigentlich eine tieftraurige Angelegenheit. Doch so manche Nachrufe fallen eher in die Kategorie Komik. “Ein Gänseblümchen macht nun für immer bubu”, heisst es etwa in einer Todesanzeige, “Walli hat ihren Platz auf einer grünen Wiese gefunden.”

“In manchen Todesanzeigen gelingt es, in wenigen Worten ein ganzes Menschenleben zusammenzufassen, in anderen verbinden sich tiefste menschliche Tragik und höchste Komik in wenigen Zeilen zu einer untrennbaren Einheit”, hat Sprang beobachtet. Und das kann dann so aussehen: “Wie im Leben – Oma rief – Opa kam”, steht entwaffnend ehrlich in einer Anzeige. “Grand-Hand verloren”, überschreiben Skat-Brüder den Nachruf für einen Spielkameraden. Überhaupt spielt die liebste Freizeitbeschäftigung des Verstorbenen so manches Mal in den Todesmitteilungen eine wichtige Rolle, so wie auch hier: “Gerne wäre er noch angeln gegangen!”

“Ich bin umgezogen”

Daneben erinnern die Angehörigen gerne an den Beruf des Verstorbenen. Bemüht poetisch ist dieser Nachruf auf einen Uhrmacher: “Sein Herz ist stillgestanden – doch seine Uhren ticken weiter!” Unschwer zu erkennen ist in einer anderen Anzeige die Todesursache: “Scheiß Motorrad” heisst es in den Abschiedsworten für “Crümel”. Den Hinterbliebenen eines anderen Unfallopfers war es wichtig, noch etwas klarzustellen: “Er hatte Vorfahrt!”

Einige Menschen bevorzugen noch zu Lebzeiten selbst formulierte Anzeigen, die nach ihrem Ableben erscheinen. Einer bringt es mit simplen Worten auf den Punkt: “Ich bin tot.” Ein anderer lässt ausrichten: “Ich bin umgezogen.” Darunter die neue Adresse auf dem Zürcher Friedhof Rehalp.

Nicht immer wird in den Nachrufen die ungeschriebene Regel eingehalten, nicht schlecht über Tote zu reden. “Der Tod ist barmherziger als Deine Unbarmherzigkeit”, schickt ein “Heini” als letzten Gruss seiner “Rita” hinterher. Keine guten Erinnerungen an seinen Arzt hatte  ein anonymer Schreiber: “Zum Tode von Dr. med. Volker P. fällt mir nur ein Wort ein: Danke. Ein Patient.”

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