DanubeDay: Protest in der Lobau

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Am heutigen internationalen „Danube-Day“ protestiert die Umweltorganisationmit einer Aktion gegen den geplanten Ausbau der Raffineriestraße und für den Erhalt des Nationalparks Donauauen.

Rund 50 Aktivisten flaggen die Trasse der geplanten Schnellstraße zwischen dem Ölhafen und dem „Roten Hiasl“ aus. „Hier soll eine sechsspurige Schnellstraße zwischen dem Nationalpark Lobau und dem Landschaftsschutzgebiet der südlichen Donauinsel eingezwängt werden. Diese Verbindung zwischen der geplanten Lobauautobahn und Donauuferautobahn würde nur wenige Meter entfernt von der ökologisch sensiblen Panozzalacke verlaufen“, erklärt Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000 den Hintergrund der Aktion.

Straßenbau ist katastrophal

Eine Einhausung der Schnellstraße kann nicht die umweltzerstörerische Brisanz des Projekts verringern. „Allein während der mehrjährigen Bauarbeiten wäre der Nationalpark durch Staub, Lärm und die mögliche Beeinflussung des Grundwassers massiv beeinträchtigt. Das Naherholungsgebiet Neue Donau wäre in dieser Zeit überhaupt unbenutzbar,“ so Högelsberger weiter. „Wir wollen mit dem Ausflaggen der Trasse aufzeigen, wir katastrophal der geplante Straßenbau ist.“

Straßen im Nationalpark illegal

GLOBAL 2000 hält den Ausbau der Raffineriestraße – ebenso wie die Lobauautobahn selbst – für unvereinbar mit dem geltenden Verschlechterungsverbot, welches für Nationalparks und Natura-2000-Gebiete gilt. Daraus folgt, dass diese Straßen illegal sind oder die Lobau ihren Status als Nationalpark verlieren könnte. „Gerade der Danube Day sollte den verantwortlichen Politikern mahnendes Datum sein, mit den spärlichen naturbelassenen Uferbereichen der Donau verantwortungsbewusst umzugehen. Es ist absurd, sich einerseits mit dem Nationalpark ein grünes Mäntelchen umzuhängen und auf der anderen Seite ein Monsterprojekt auf der gleichen Fläche planen“, so Högelsberger abschließend.

Link: www.lobauist.at

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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