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"Dann geh ich halt putzen!"

Knapp zwei Jahre nach Georg Danzers Tod erzählt Tochter Daniela, 33, gemeinsam mit ihrem Bruder Andreas, 28, wie es tatsächlich um die Finanzen steht. Und: Wie gut war ihr Vater tatsächlich mit Fendrich und Ambros befreundet?

Im Gespräch mit dem Seitenblicke Magazin erinnert sich Daniela Danzer gemeinsam mit ihrem Bruder Andreas in liebevoller Weise an ihren Vater und räumt gleichzeitig mit Gerüchten auf.

Seitenblicke: Wie wichtig war für Ihren Vater eigentlich A 3, die Formation mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich?

Daniela: Das war ihm schon wichtig. Die hatten ja auch eine Riesenhetz auf der Bühne. Und für meinen Vater war es auch deshalb gut, weil es seiner Karriere wieder einen Kick gegeben und vor allem Geld gebracht hat. Weil, von seinen Konzerten oder vom Albumverkauf zu leben, das war am Schluss nicht mehr so einfach für ihn.

War er mit beiden auch privat befreundet?

Daniela: Also, den Wolfgang Ambros kannte er ja von Kindesbeinen an. Auch mit Rainhard Fendrich hat sich unser Vater gut verstanden. Obwohl ich persönlich Rainhard nie wirklich gemocht habe …

Andreas: … Aber der Papa hat immer die schützende Hand über ihn gehalten. Weil – und das muss man auch sagen, Rainhard Fendrich der Einzige war, der sich am Schluss immer bei ihm gemeldet hat. Egal, wo er war: Er hat jeden Tag angerufen und gefragt, wie´s geht.

Daniela: Das hat der Papa dann immer so lustig erzählt: Er ruft zwar an und fragt mich, wie´s geht, aber 90 Prozent des Gesprächs geht´s dann eh nur um ihn – Fendrich. Der Wolfgang Ambros war da anders …

Andreas: … Er hat sich so gut wie gar nicht mehr gemeldet. Aber ich glaube, dass er mit Papas Krankheit schwerer umgehen konnte. Weil mögen hat er ihn sicher. Sie waren ja, wie gesagt, Uraltfreunde.

Sie tragen beide den berühmten Namen Ihres Vaters. Sind Sie auch finanziell gut abgesichert?

Daniela: Nein, wir sind nicht abgesichert. Woher auch?

Andreas: Erst kürzlich hat mich jemand angesprochen und gemeint: “Macht doch bitte mit dem Vermögen eures Vaters etwas Gutes”!? Und ich: “Hä? Welches Vermögen”?!?

Daniela: Ich rette mich von Woche zu Woche mit 20 Euro in der Tasche. Aber ich beklage mich nicht. Denn ich wollte frei und vor allem unabhängig von diesem gesellschaftlichen System leben.

Wovon leben Sie in Griechenland?

Daniela: Ich lebe mit meinem Mann, einem Halbgriechen, und meiner Tochter Luna in einem Minihaus mit einem Raum und zwei Schlafzimmern. Und so schön das auch alles ist, selbst ich denke mir oft: Wo kommt das nächste Geld her? Aber da muss man dann flexibel sein. Wenn´s sein muss, geh ich auch hin und wieder putzen. Oder mache sonst irgendwas.

Andreas: Wir sind beide nun einmal so gestrickt, dass wir arbeiten, um zu leben, und nicht umgekehrt.

(seitenblicke.at/Foto: privat, dapd)

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