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DaimlerChrysler-Vorstand ohne Entlastung?

Die Kritischen Aktionäre von DaimlerChrysler wollen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auf der morgigen Hauptversammlung die Entlastung verweigern. Das Unternehmen habe zahlreiche ungelöste Probleme.

Das sagte der Sprecher des Verbands, Paul Russmann, am Dienstag in Berlin. Als Beispiele nannte er die Blockade bei den Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge, die Qualitätsprobleme bei Mercedes Benz oder die Beteiligung am Rüstungskonzern EADS. „Der Konzern steht unter Druck.“

Seit der Fusion von Daimler Benz und Chrysler habe sich nicht nur der Aktienwert des Unternehmens halbiert, sondern es seien weltweit 8.000 Arbeitsplätze abgebaut worden, sagte Russmann. Die Beteiligung an dem Rüstungskonzern EADS, der auch Minen herstelle, führe zu schweren Imageverlusten. So habe das UN-Kinderhilfswerk UNICEF aus diesem Grund eine Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler ausgeschlossen. Vorstandschef Jürgen Schrempp sei daher „der schlechteste Automanager und größte Waffenhändler, den Daimler je hatte“.

Das Beispiel Rußfilter zeige zudem, dass der Konzern bei Zukunftstechnologien zu langsam handle, sagte der verkehrspolitische Sprecher des Verbandes, Alexander Dauensteiner. Bei dem Hybrid-Antrieb, der unter anderem von Toyota erfolgreich eingesetzt werde, habe DaimlerChrysler die Entwicklung verschlafen. Auch vorhandene Pläne für ein Zwei-Liter-Auto würden nicht umgesetzt. „Die Umweltstrategie des Konzerns ist unglaubwürdig und in Teilen völlig verfehlt.“

Die derzeitige Rückrufaktion bei Mercedes Benz sei zudem ein Beleg für die massiven Qualitätsprobleme von DaimlerChrysler, sagte Dauensteiner. Insgesamt müssten 1,3 Mio. Fahrzeuge in den Werkstätten wieder „aufgepäppelt“ werden. Dadurch entstünden geschätzte Kosten in Höhe von 500 Mio. Euro. Angesichts dieser Probleme könne nicht von einer „Qualitätsoffensive“ gesprochen werden.

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