Dänemark hebt alle Corona-Maßnahmen auf - Italien plant Lockerungen

"Endemie statt Pandemie" lautet das Motto in Dänemark.
"Endemie statt Pandemie" lautet das Motto in Dänemark. ©APA/AFP/Ritzau SCANPIX/KELD NAVNTOFT
Trotz Rekordwerten an Neuinfektionen will Dänemark in der kommenden Woche beinahe alle Corona-Beschränkungen aufheben. Auch Italien plant Lockerungen.

Ab Dienstag (1. Februar) müssen die Dänen an den meisten Orten keine Masken mehr tragen oder Impfnachweise zeigen, wie die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch in Kopenhagen sagte. Damit folgt die Regierung den Weisungen der zuständigen Kommission, die empfohlen hatte, die Notfallmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie auslaufen zu lassen.

Bleiben sollen aber vorerst eine Testpflicht für Einreisende sowie nicht verpflichtende Empfehlungen zu Tests und anderen Vorsichtsmaßnahmen, sagte Frederiksen.

Dänemark: Clubs öffnen trotz höher Coronazahlen

Mit dem Schritt können ab Februar Clubs wieder normal öffnen und Großveranstaltungen ungehindert über die Bühne gehen. Die Lockerungen werden damit begründet, dass die vorherrschende Omikron-Variante im Durchschnitt weniger schwere Verläufe hervorruft als frühere Varianten. So ist die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten trotz der angespannten Infektionslage auf relativ niedrigem Niveau.

Seit Tagen stellt Dänemark bei den Neuinfektionen neue Höchstwerte auf. Am Dienstag wurden 46.590 neue Corona-Fälle gezählt. Das staatliche dänische Serum-Institut teilte mit, dass die Zahl der schweren Verläufe zurückgehe.

Italien plant Ende der Quarantäne für geboosterte Positive

Italien plant ein Ende der Quarantänepflicht für Coronainfizierte, die schon drei Impfungen erhalten haben. Die Omikron-Variante sei nämlich "bei vollständig Geimpften einer schweren Form der Grippe ähnlich", sagte Gesundheits-Staatssekretär Pierpaolo Sileri der Tageszeitung "Die Presse" (Donnerstagsausgabe). Auch sei die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Virus durch eine asymptomatische Person beim Tragen einer FFP2-Maske "äußerst gering".

"Wenn unsere Annahmen zu den weniger schweren Verläufen durch Omikron durch Zahlen belegt werden, werden wir langsam zu einer Koexistenz mit dem Virus kommen. Dann wird es auch möglich sein, dass ein asymptomatischer Positiver alle Aktivitäten ausüben kann. Wir stehen erst am Anfang dieses Wegs, aber das sollte die Zukunft sein", sagte der Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung, der sich schon seit längerer Zeit für eine Zurückdrängung der Quarantäneregeln starkmacht.

(APA/red)

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