D: Wieder verhungertes Baby

Im thüringischen Sömmerda in Deutschland ist erneut ein verhungerter Säugling entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft in Erfurt bestätigte dies am Freitag.

Demnach fand die Polizei am Donnerstag die Leiche des zehn Monate alten Buben, als sie im Auftrag des Jugendamtes eine Wohnung aufbrach.

Seine zwei Jahre alte Schwester sei so stark unterernährt gewesen, dass sie in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die Polizei nahm die 20-jährige Mutter fest, sie sollte am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nachbarn sagten laut „Thüringer Allgemeine“, das Jugendamt sei bereits häufiger bei der Mutter gewesen. Sie hätten das Baby immer wieder schreien hören. Der jungen Frau sei bereits der Strom abgestellt worden, da sie ihre Rechnungen nicht bezahlt habe.

Zuletzt hatte der Tod des kleinen Kevin in Bremen für Entsetzen in Deutschland gesorgt. Im Oktober war die Leiche des Zweijährigen im Kühlschrank des Stiefvaters gefunden worden. Das Kind hatte unter der Vormundschaft des Jugendamtes gestanden, lebte aber beim drogenabhängigen und vorbestraften Lebensgefährten seiner verstorbenen Mutter. Gegen den Stiefvater wurden anschließend Ermittlungen wegen Totschlagsverdachts aufgenommen.

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