D: Möglicherweise neuer BSE-Skandal

<RTE>Eine Sprecherin von Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) hat am Samstag einen Zeitungsbericht („BILD“) zurückgewiesen, wonach in Deutschland womöglich 124.000 Tonnen Tiermehl illegal verfüttert wurden und deshalb ein neuer BSE-Skandal drohen könnte.

Es gebe keinen Beleg, dass überhaupt Tiermehl an den Kontrollen vorbei verschwunden sei, sagte die Sprecherin. Das Ministerium habe aber die zuständigen Landesregierungen mit der Bitte um eine Stellungnahme zu den Kontrollen angeschrieben. Anfang der kommenden Woche werde mit einer Antwort gerechnet.

Die „Bild“-Zeitung vom Samstag hatte unter unter Berufung auf die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch geschrieben, dass im vergangenen Jahr rund 124.000 Tonnen Tiermehl verbraucht wurden, ohne dass der Verwendungszweck geklärt sei. Die gemahlenen Schlachtabfälle dürften wegen der BSE-Gefahr nur als Dünger verwendet werden. Ein Sprecher von „Foodwatch“ sagte der Zeitung, das Tiermehl sei möglicherweise an Schlachtvieh verfüttert worden. So könne BSE-verseuchtes Tiermehl in Nahrungsmittel gelangt sein. Wie die Künast-Sprecherin sagte, habe „Foodwatch“ trotz Bitte des Ministeriums bisher keinen Beleg dafür geliefert, dass Tiermehl unkontrolliert verfüttert worden sei.

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