D: Kontaminiertes Wasser im Rhein

Bei einer Panne im baden-württembergischen Atomkraftwerk Philippsburg ist am Wochenende radioaktiv kontaminiertes Wasser in den Rhein gelangt.

Wie das Umweltministerium am Montag in Stuttgart mitteilte, waren bei den Vorbereitungen für Instandhaltungsarbeiten von Block 1 des Kraftwerks vier Tanks des so genannten Schnellabschaltsystems überfüllt worden, so das etwa 30 Kubikmeter leicht kontaminierten Wassers über das Regenwassersystem in den Rhein abgeleitet wurden.

Die gesamte Kontaminationsmenge habe ein Mega Bequerel oder weniger als ein Prozent des zulässigen Tageswertes betragen. Dies bedeute, dass die maximale effektive Dosis für die Bevölkerung „vernachlässigbar klein” sei, hieß es weiter. Der genaue Hergang des Vorfalls, der sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete, werde untersucht. Der Kraftwerksbetreiber EnBW habe das Ministerium am Montagvormittag telefonisch von dem meldepflichtigen Vorfall informiert. Von dem Energiekonzern war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

EnBW hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass der Kraftwerksblock wegen umfangreicher Prüf- und Instandhaltungsarbeiten für mehrere Wochen vom Netz genommen wurde. Unter anderem sollen bei der jährlichen Revision 84 der 592 Brennelemente gewechselt werden.

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