D: Kinderporno in Berliner Kunstschau

Wegen angeblicher Kinderpornografie in einer Kunstausstellung hat sich die verantwortliche Berliner Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (PDS) Ärger eingehandelt.

In der vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg organisierten Ausstellung „When Love Turns to Poison” (Wenn Liebe zu Gift wird) im Künstlerhaus Bethanien werde unter dem Deckmantel der Kunst Pornografie gezeigt, sagte Rechtsanwalt Hanns-Ekkehard Plöger am Mittwoch und bestätigte entsprechende Medienberichte. Er habe eine Strafanzeige gegen Reinauer und den Verantwortlichen im Kulturamt gestellt. „Wir sind langsam ein Volk ohne Werte”, meinte der Anwalt. Vom Bezirksamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Ausstellung zeigt Werke internationaler Künstler wie Franñoise Cactus, Frank Gaard, Thomas Hauser, Stu Mead und Mathias Seidel. Zu sehen sind unter anderem eine große, nackte Strickpuppe, aber auch Fotos und Video-Installationen, die Kinder in obszönen Posen darstellen. Die Schau gehe Fragen nach dem Verhältnis von Modell und Maler, dem Rollenbild der Frau, der künstlerischen Darstellung von sexuellen Wünschen und Fantasien sowie den psychologischen Abgründen verbotener, tabuisierter und angstbeladener sexueller Praktiken nach, heißt es im Begleittext zur Ausstellung.

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