D: Beratungen über Stoiber-Nachfolge

Der Vorstand der bayerischen CSU ist am Montag in München zu seiner ersten Sitzung seit der Rückzugs-ankündigung von Parteichef und Ministerpräsident Edmund Stoiber zusammengetroffen.

Hauptthema der Beratungen dürfte der Zweikampf zwischen dem deutschen Agrarminister Horst Seehofer und dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber um das Amt des Parteichefs sein.

Der als künftiger bayerischer Ministerpräsident dagegen unumstrittene Innenminister Günther Beckstein wandte sich im Gegensatz zu vorherigen Äußerungen vor Beginn der Sitzung klar gegen eine Diskussion über einen früheren Rückzug Stoibers von seinen Ämtern. Er stehe ganz klar zu dem angekündigten Termin Ende September, sagte Beckstein vor Journalisten. „Der Termin ist gesetzt, die Entscheidung steht“, betonte er.

Auch der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos, der am Wochenende die Ansicht vertreten hatte, über den Zeitplan sei noch nicht das letzte Wort gesprochen, lenkte ein und sagte, man solle Stoiber nicht drängen. Ähnlich äußerte sich der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann: „Ich bin ganz entschieden dafür, dass wir die honorige Erklärung des Ministerpräsidenten von letzter Woche akzeptieren sollen.“ Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, fügte ironisch hinzu: „Wenn das so weiter geht, wird bald der Ruf erschallen: Edmund bleibe.“

Die Fürther Landrätin und Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli plädierte für eine Mitgliederbefragung über die beiden Kandidaten für den CSU-Vorsitz. Die Entscheidung selbst solle auf dem Parteitag fallen. Zugleich bekräftigte Pauli, dass sie erwägt, als stellvertretende CSU-Vorsitzende zu kandidieren.

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