Cosmos: Auffanglösung für Mitarbeiter

Für die vor der Kündigung stehenden 1.160 Cosmos-Mitarbeiter wird derzeit über Auffanglösungen verhandelt. In Wien können die Betroffenen ab sofort in eine regionale Stiftung (RI) eintreten. Für 2010 hat der WAFF (Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds) generell 100 Plätze in der RI geplant.

Bei Bedarf kann diese Zahl auch erweitert werden. Es werde aber nicht erwartet, dass die Kapazität der Stiftung 2010 gänzlich ausgeschöpft wird, hieß es im WAFF. Insgesamt sind in Wien von der Cosmos-Pleite rund 300 Beschäftigte betroffen.

Hilfe gibt es auch für die rund 40 von der Pleite betroffenen Lehrlinge. Bis zum Lehrabschluss zahlt das Arbeitsmarktservice (AMS) Arbeitslosengeld, der WAFF finanziert die Ausbildungskosten. Im Schnitt rechnet das WAFF mit Kosten von 6.000 bis 7.000 Euro pro Lehrling.

Stiftungsteilnehmer können je nach Alter zwischen drei und vier Jahre in der Stiftung bleiben. Sie erhalten Schulungsarbeitslosengeld vom AMS.

Gestern haben sich Masseverwalter und Gläubigerschutzverbände darauf geeinigt, die Elektrohandelskette Cosmos zu schließen und zu liquidieren. In den noch offenen 17 Filialen hat heute, Freitag, der Abverkauf begonnen.

Aus Sicht der Gläubigerschützer konnte kein tragfähiges Konzept in Hinblick auf Beteiligungsgespräche mit Interessenten vorgelegt werden. Ein längerer Fortbetrieb in Konkurs sei daher aufgrund der Verlustsituation nicht vertretbar.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Cosmos: Auffanglösung für Mitarbeiter
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen