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Coronavirus: Reisewarnung für Italien - noch "einige wenige tausend" Österreicher vor Ort

In Italien befinden sich immer noch zahlreiche Österreicher.
In Italien befinden sich immer noch zahlreiche Österreicher. ©APA (Sujet)
Nachdem eine volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen wurde, geht das Außenministerium davon aus, dass Touristen, die sich noch vor Ort befinden, so rasch als möglich heimkehren. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, können die Urlaubsrückkehrer mit staatlicher Hilfe rechnen. Im Extremfall wäre sogar eine organisierte Rückholaktion möglich.

Wie der Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, gegenüber der APA erläuterte, halten sich derzeit nur mehr "einige wenige tausend" Österreicher in Italien auf. Die rigiden Maßnahmen der italienischen Behörden und die Medienberichte hätten etliche Touristen bereits zum Verlassen des Landes bewogen. Die Buchungslage in Italien - an sich speziell im Frühling bei Österreichern eine heiß begehrte Urlaubsdestination - ist um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Für jene, die sich noch dort aufhalten und die mit ihrem Pkw unterwegs sind, sollte es bei der Rückkehr keine Probleme geben, meinte Guschelbauer: "Die Ausreise ist im Moment noch möglich." Die Empfehlung laute daher, die Fahrt nach Hause fortzusetzen. An der Grenze ist mit Gesundheitskontrollen zu rechnen.

Schwierigkeiten bei Rückreise aus Italien möglich

Schwierigkeiten könnte es für Touristen geben, die mit der Bahn oder mit dem Flugzeug in den Urlaub gefahren bzw. geflogen sind. Etliche Flug- und Zugverbindungen wurden mittlerweile gekappt. In diesen Fällen rät das Außenministerium, sich - was den norditalienischen Raum betrifft - mit der Bitte um Hilfe an das Generalkonsulat in Mailand bzw. an die Botschaft in Rom zu wenden, wenn man in Zentral- oder Süditalien festsitzt. Für Fälle, in denen eine private Heimreise nicht möglich ist, wurde auch eine Notfallnummer unter +43 (0) 50 11 50-4411 eingerichtet. Sollten alle Stricke reißen, "wird eine staatliche Rückholung organisiert", sicherte Guschelbauer zu.

Abgesehen von Urlaubern halten sich aktuell rund 6.000 Auslandsösterreicher in Italien auf, die ihren Lebensmittelpunkt auf Dauer in den Süden verlegt haben. Das Außenministerium vermutet, dass die meisten von ihnen vorerst dortbleiben und abwarten wollen, wie sich die Corona-Krise entwickelt. Ihnen wird angeraten, die weitere Entwicklung zu verfolgen. Falls ein Rückkehrwunsch aufkommt, "ist klar, dass die sich mit uns in Verbindung setzen sollen", schloss Guschelbauer.

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(APA/Red.)

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