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Coronavirus: Mehr Panik im Ausland als in China selbst

Im Ausland sei die Panik wegen des Coronavirus oft größer als in China.
Im Ausland sei die Panik wegen des Coronavirus oft größer als in China. ©APA/AFP/NOEL CELIS
Der chinesische Botschafter Li Xiaosi kalmierte am Dienstag bei einer Dialogveranstaltung in Wien die Gemüter in Sachen Coronavirus. Im Ausland herrsche oft mehr Panik als in China selbst, so Li.

Chinas Botschafter in Österreich, Li Xiaosi, hat am Dienstagabend bei einer Alpbach-Dialogveranstaltung in Wien gemeint, dass das Coronavirus im Ausland für viel mehr Panik sorge als in seiner Heimat. Die Reaktionen außerhalb des Landes seien manchmal auch mit einer "rassistischen Diskriminierung" verbunden.

Insgesamt hätten aber alle Länder ihre Sympathie und Unterstützung bei der Epidemiebekämpfung gezeigt. Auf die Frage, ob es betreffend der Viruserkrankung auch in China an verlässlichen Informationen mangelt, sagte Li: "Jeder weiß, dass sich die chinesische Regierung von Anfang an bemüht, Informationen transparent bekannt zu geben." Li schließt jedoch nicht aus, dass es auf lokaler Ebene zu Symptomverwechslungen kommen kann. Man müsse aber zwischen Vertuschungen und Verwechslungen unterscheiden - erstere würden entsprechend scharf sanktioniert.

Europäer verstehen China nicht

Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik glaubt, große Reaktionsschwankungen zu erkennen. China werde oft für die Einschränkungen der Menschenrechte und Freiheit kritisiert, nun werde das Land aber für drastische Maßnahmen bewundert, eben dass eine ganze Stadt (Wuhan, Anm.) abgesperrt wurde. Der Kern dieser widersprüchlichen Reaktionen liege darin, dass "wir in Europa China nicht verstehen, was dringend notwendig wäre."

"Die Beziehungen zwischen China und Europa sind insgesamt gut, es kommt aber auch vor, dass China mit ideologischen Vorurteilen betrachtet wird und als Diktatur gesehen wird", so der Botschafter. "China ist für die Demokratisierung der internationalen Beziehungen. Wir würden gerne ein prosperierendes und friedliches Europa sehen."

Europa im Brennpunkt zwischen China und den USA

Bezüglich einer Möglichkeit der Annäherung zwischen China und Europa und was das für die USA bedeuten würde, sagte die Wissenschafterin: "Es ist klar, dass Europa sowohl für China als auch für die USA wichtig ist. Berühmt-berüchtigte trianguläre Verhältnisse in internationalen Beziehungen erlauben es meistens, dass zwei sich gegen einen Dritten verbünden." Je mehr sich die Konkurrenz zwischen den USA und China herausbilde, desto mehr sei Europa aufgefordert, sich hier zu positionieren. Chinas Außenpolitik sei realistisch, da sie nicht nur auf Multilateralismus setzt, sondern auch auf den weiteren Ausbau als Großmacht. "Darin liegt der Erfolg der chinesischen Außenpolitik - im 'Sowohl als auch'-Denken, das dem europäischen 'Entweder oder'-Denken entgegengesetzt ist."

Das Coronavirus hat in China inzwischen mehr als 1.100 Menschen das Leben gekostet. Nachweislich infiziert haben sich bisher über 45.000 Menschen

(APA/red)

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