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Coronavirus: Arbeitnehmer und -geber werden zu Kurzarbeit aufgerufen

"Das neue Kurzarbeitszeitmodell ist so attraktiv, dass ich nur an alle appellieren kann, sich das anzuschauen", so AMS-Chef Johannes Kopf.
"Das neue Kurzarbeitszeitmodell ist so attraktiv, dass ich nur an alle appellieren kann, sich das anzuschauen", so AMS-Chef Johannes Kopf. ©APA (Sujet)
Arbeitgeber und -nehmer werden angesichts der Coronavirus-Pandemie von WKÖ, ÖGB und AMS dazu aufgerufen, bei Bedarf die neue Kurzarbeitsregelung zu nutzen. "Das neue Kurzarbeitszeitmodell ist so attraktiv, dass ich nur an alle appellieren kann, sich das anzuschauen", so AMS-Chef Johannes Kopf in der "ZiB Spezial" des ORF.

Er geht jedoch davon aus, dass auch mit dem Modell die Arbeitslosigkeit deutlich steigen wird. Eine Verdopplung sei aber nicht zu befürchten, sagte er auf Nachfrage. Die nächsten Tage werden sich wahrscheinlich tausende Menschen melden, insbesondere aus dem Fremdenverkehrsbereich, bei dem die Wintersaison mit diesem Wochenende ein Monat früher endet als geplant, so Kopf.

Appell von WKÖ, ÖGB und AMS: Kurzarbeit nutzen

Er erinnerte heute noch einmal daran, nicht zum AMS zu kommen, sondern die digitalen Kanäle oder das Telefon zu nutzen um sich arbeitslos zu melden.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer betonten unisono die Wichtigkeit der am Wochenende beschlossenen Kurzarbeitszeitregelung. "Wir wollen möglichst viele Beschäftigte in den Betrieben halten", erklärte Mahrer. Er bitte alle Unternehmer sich dieses Modell anzuschauen. Und auch Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) betonte in einer Presseaussendung: "Meine Bitte an alle Unternehmen: Nützen Sie die Corona-Kurzarbeit, wenn es wirtschaftlich irgendwie möglich ist."

SPÖ: Firmen sollen Kurzarbeit für Mitarbeiter nützen

Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Pandemie "nicht einfach nach Hause schicken", sondern sie beim zuständigen Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kurzarbeit anmelden, appellierte die SPÖ am Montag. Dann würden die Beschäftigen zumindest 90 Prozent ihres Einkommens erhalten, auch wenn die Arbeitszeit auf Null gehe.

Würden Beschäftigte einfach heimgeschickt, hätten sie gar keinen Anspruch auf eine Leistung, so SPÖ-Vize-Klubvorsitzender Jörg Leichtfried in einer Aussendung. Die Regierung sollte sehr schnell handeln und "zeigen, dass die Ersatzregelung für die Entschädigung nach dem Epidemiegesetz wenigstens gleich gut ist". Die Betroffenen bräuchten Informationen und Sicherheiten".

Kritik kommt von der SPÖ daran, dass mit dem Covid-19-Fondsgesetz, das am Sonntag beschlossen wurde, der Entschädigungsparagraf im Epidemiegesetz außer Kraft gesetzt werde, obwohl die SPÖ gerade davor gewarnt habe. Seit Samstag - als die Regierung das Covid-19-Krisengesetz vorlegte -, versuche man bei den Regierungsparteien ein Außerkraftsetzen zu verhindern, sei doch diese Bestimmung dafür da, dass nach behördlichen Schließungen von Betriebsstätten der Verdienstentgang ersetzt wird.

Aus Sicht von NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn braucht es in der Corona-Krise - trotz der Erhöhung des Corona-Hilfspakets durch die Regierung, die er begrüße -, noch "viel, viel mehr Mittel, um die betroffenen Betriebe zu stabilisieren und den Menschen wieder Mut zu schenken". Auch die von 4 auf 6 Mrd. Euro aufgestockten Mittel würden "bei weitem nicht ausreichen, das ist in wenigen Tagen verbraucht". Bayern oder Schweden würden Hilfen bis zu 28 Mrd. vorbereiten - auch in Österreich müsse couragiert und rasch geholfen werden, mit minimalstem bürokratischen Aufwand. Sonst drohe eine Abwärtsspirale, die nicht mehr zu stoppen sei. Der Rettungsschirm solle mithilfe der "Milliarden-Rücklagen" der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vergrößert werden, forderte Schellhorn in einer Aussendung.

(APA/Red.)

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