Corona-Tests an Schulen auch nach Sicherheitsphase

Auch nach der Sicherheitsphase wird es wohl weiterhin Corona-Tests an Österreichs Schulen geben.
Auch nach der Sicherheitsphase wird es wohl weiterhin Corona-Tests an Österreichs Schulen geben. ©APA/DPA/Julian Stratenschulte
Auch nach der dreiwöchigen Sicherheitsphase werden sich Lehrer und Schüler in Österreich weiterhin dreimal pro Woche testen müssen. Zusätzlich bleibt die Maskenpflicht abseits der Klasse.
Startschuss fürs neue Schuljahr

Auch nach der Sicherheitsphase wird weiterhin an Österreichs Schulen getestet werden. Darauf deuten die Daten aus dem aktuellen Arbeitsdokument der Ampel-Kommission hin. Wesentlicher Unterschied: Die Testpflicht betrifft dann aber nur ungeimpfte Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Lehrkräfte.

Sicherheitsphase läuft aus

Nach der Sicherheitsphase (sie endet in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 27. September, im Westen am 4. Oktober) sind die Schulregelungen je nach Bundesland von der jeweiligen Risikolage abhängig: Bis zu einer risikoadjustierten 7-Tage-Inzidenz von 100 herrscht dann geringes Risiko, zwischen 101 und 200 mittleres und ab 201 hohes Risiko.

Außer Kärnten und Steiermark überall "mittleres Risiko"

Mittlerweile wären außer Kärnten (96) und der Steiermark (92) bereits alle Bundesländer im Bereich des mittleren Risikos. Salzburg (188) kratzt sogar bereits am hohen Risiko, Wien (173) und Oberösterreich (162) stehen knapp davor. Gegenüber der Vorwoche wurde in allen Bundesländern eine Steigerung dieser Werte registriert.

Corona-Tests weiterhin für Schüler dreimal die Woche

Mittleres Risiko würde bedeuten, dass ungeimpfte Schüler weiter dreimal wöchentlich testen müssen (mindestens einmal PCR). Außerdem müssten alle Schüler und Lehrer unabhängig vom Impfstatus abseits vom Klassenraum weiter Maske tragen. Für Lehrer macht die Risikolage in Sachen Testpflicht dagegen keinen Unterschied: Ungeimpfte müssen jedenfalls dreimal wöchentlich testen, geimpfte nicht.

Maskenpflicht verschärft bei "hohem Risiko"

Bei hohem Risiko würde sich in Sachen Tests nichts ändern. Allerdings verschärft sich die Maskenpflicht dann ab der neunten Schulstufe: Schüler und Lehrer, die dort unterrichten, müssen dann auch in der Klasse Maske tragen. Zusätzlich wären dann auch keine Unterrichtsangebote bzw. Kooperationen mit externen Personen oder Vereinen mehr möglich, Schulveranstaltungen würden verboten und Sprechtage und Konferenzen nur digital durchgeführt.

Zeitplan für die jeweiligen Maßnahmen: Am Donnerstag liefert die Ampelkommission ihre jeweiligen Daten ab, anschließend entscheidet die Schulbehörde. Am darauffolgenden Montag würden die Maßnahmen umgesetzt.

Direktoren können weitere Maßnahmen anordnen

Darüber hinaus können Direktoren auf eine Woche befristet und mit Zustimmung der Bildungsdirektion eine weitergehende Maskenpflicht beziehungsweise zusätzliche Tests anordnen. Das kann etwa einzelne Räume wie einen engen Computersaal betreffen und muss nach einer Woche erneut beantragt und genehmigt werden.

Berechnungsmethode könnte geändert werden

Unsicherheitsfaktor: Nachdem die Regierung in dieser Woche beschlossen hat, die Auslastung der Intensivstationen zum Maßstab für etwaige Maßnahmen zu machen, könnte auch für die Schulen die Berechnungsmethode geändert werden. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat zuletzt angedeutet, dass etwa die Intensivstationen-Auslastung stärker gewichtet werden könnte. Allerdings dürfte auch das nicht viel ändern: Auch das Systemrisiko durch die aktuelle oder künftige ICU-Auslastung hat in der Mehrzahl der Länder schon zumindest die Zehn-Prozent-Marke gerissen.

(APA/Red)

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