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Corona-Kurzarbeit bringt weitere Erleichterungen

Bei der Corona-Kurzarbeit gibt es weitere Erleichterungen.
Bei der Corona-Kurzarbeit gibt es weitere Erleichterungen. ©pixabay.com (Sujet)
Bei der Corona-Kurzarbeit gibt es weitere Erleichterungen. Dienstgeberbeiträge können nun bereits ab dem 1. Monat übernommen werden

Damit mehr Unternehmen als bisher in der Corona-Krise eine Kurzarbeits-Lösung für ihre Mitarbeiter nutzen, ist ab sofort eine Kostenübernahme der Dienstgeberbeiträge schon ab dem ersten Monat statt erst ab dem vierten Monat möglich. Darauf haben sich Regierung und Sozialpartner geeinigt, wie Arbeitsministerin Christine Aschbacher und die Sozialpartner-Spitzen am Mittwoch mitteilten.

"Durch die Übernahme der Dienstgeberbeiträge ab dem ersten Monat durch das AMS schaffen wir es, noch mehr Unternehmen und Arbeitnehmer mit dem neuen Kurzarbeitsmodell zu unterstützen und so Arbeitsplätze zu sichern", sagt Arbeitsministerin Aschbacher. Sie ist erfreut über die Einigung der Sozialpartner mit der Bundesregierung.

Kurzarbeit soll Arbeitsplätze in Österreich sichern

Bisher war eine Übernahme der Arbeitgeberbeiträge durch das AMS erst ab dem vierten Monat geplant. Das Ziel der Bundesregierung sei weiterhin die Absicherung von Arbeitsplätzen und die Gesundheit der Menschen. "Mein Appell richtet sich an alle Unternehmen in dieser herausfordernden Zeit: Bitte kündigen Sie niemanden, sondern melden Sie stattdessen Kurzarbeit an, um so Arbeitsplätze in Österreich zu sichern", so Aschbacher.

Positive Reaktionen bei ÖGB und WKÖ

"Ich bin froh über diese Einigung - aus meiner Sicht gibt es jetzt gar keinen Grund mehr, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu kündigen - es ist ein sehr attraktives Modell, ich ersuche alle Unternehmen, davon Gebrauch zu machen. Nehmen wir "too many to fail" ernst und setzen wir das gemeinsam um", sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian.

"Unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen in dieser beispiellosen Situation unsere Hilfe. Mit weiteren Erleichterungen ist die Corona Kurzarbeit jetzt noch leichter für unsere Betriebe nutzbar, insbesondere für die stark betroffene Tourismusbranche, in der Gastronomie und im Handel. Das ist ein wichtiger Schritt für die Absicherung von Unternehmen und Arbeitsplätzen", so WKÖ-Präsident Harald Mahrer.

Corona-Krise: 400 Millionen Euro für Kurzarbeit

Insgesamt stehen 400 Millionen Euro für das im Nationalrat beschlossene Corona-Kurzarbeitsmodell zur Verfügung. Das neue Modell ist außerdem allen Unternehmen zugänglich, unabhängig von Größe oder Branche.

"Mir ist es wichtig, dass die Beschäftigten im Unternehmen bleiben, damit sie nachher wieder schnell beginnen und die Produktion und die Dienstleistungen rasch wiederaufgenommen werden können. Das Corona-Kurzarbeitsmodell ist dafür ein wichtiger Baustein. Unsere Wirtschaft sind Rädchen, die ineinandergreifen und die miteinander funktionieren. Ich danke allen, die unsere weitreichenden Maßnahmen mittragen und rasch und unbürokratisch helfen, und ganz besonders jenen, die dafür sorgen, dass in Österreich alles am Laufen bleibt", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Ziele des neuen Kurzarbeitsmodells in Österreich

Das neue Kurzarbeitsmodell soll auch eine vereinfachte Abwicklung mit sich bringen. Außerdem soll es die Möglichkeit bieten, die Arbeitszeit über längere Perioden innerhalb eines Durchrechnungszeitraums auf bis zu Null zu senken. "Mit dem neuen Kurzarbeitsmodell haben wir ein Instrument geschaffen, das dazu beitragen wird, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten", sagt AK-Präsidentin Renate Anderl. "Auch ich appelliere dringend, dieses Modell zu nutzen. Es wird einen Tag nach der Krise geben, dafür müssen wir bereits jetzt Vorsorge treffen, damit unser Land dann rasch wieder funktioniert."

Vor allem Betrieben in der Dienstleistungsbranche ist mit der getroffenen Einigung, die Dienstgeberbeträge ab dem ersten Monat zu übernehmen, geholfen. "Die Tourismusbetriebe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Branchen. Deshalb ist das neue Kurzarbeitsmodell, angepasst an die Dienstleistungsbranche, für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft von enorm großer Bedeutung", sagt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. "Wichtigstes Ziel ist, dass Betriebe ihre Mitarbeiter nicht kündigen müssen, sondern sie im Betrieb halten können, auch wenn die Tätigkeiten im Betrieb vorerst auf ein Minimum reduziert werden", so Köstinger.

"Corona-Kurzarbeit": Erleichterungen begrüßt

Die jüngsten Erleichterungen im Kurzarbeitsmodell werden von den Vertretern der Sozialpartner begrüßt. "Gerade in der derzeitigen Situation ist rasche und unbürokratische Hilfe gefragt", freut sich Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer. Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl ruft die Arbeitgeber auf, Kurzarbeit zu nutzen und damit Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern.

"Jetzt geht es wirklich darum, möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung zu halten - das funktioniert mit der Corona-Kurzarbeit. Man kann gar nicht oft genug an die Unternehmen appellieren, davon Gebrauch zu machen", sagt auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian.

Fragen und Antworten zum neuen Kurzarbeitsmodell

Weitere Informationen zur Kurzarbeit gibt es auf oesterreich.gv.at. Dort finden sich unter anderem die folgenden Fragen und Antworten:

Ist Kurzarbeit für alle Unternehmen möglich?

Kurzarbeit ist für Unternehmen unabhängig von der jeweiligen Betriebsgröße und unabhängig von der jeweiligen Branche möglich.

Wie schnell kann der Antrag gestellt werden?

Der Antrag für die neue Kurzarbeit kann bereits gestellt werden. Die Sozialpartner haben zugesagt, ab Abschluss der Gespräche auf betrieblicher Ebene (Vorliegen einer unterschriftsreifen Betriebsvereinbarung/Einzelvereinbarung) eine Sozialpartnervereinbarung innerhalb von 48 Stunden zu ermöglichen.

In welchem Ausmaß kann die Arbeitszeit reduziert werden?

Die wöchentliche Arbeitszeit kann in diesem Modell über einen längeren Zeitraum auf 0% reduziert werden. Im Durchrechnungszeitraum müssen jedoch mindestens 10% erreicht werden.

Ebenso finden Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein breites Informations- und Beratungsangebot auf der Seiten der Wirtschaftskammer des ÖGB und der Arbeiterkammer.

Die Seite www.jobundcorona.at, auf der man die wichtigsten Informationen zu Fernbleiben von der Arbeit, Entgelt sowie Arbeit und Familie beantwortet bekomme, hatte seit Sonntag am ersten Tag 138.000 Zugriffe. ÖGB und Fachgewerkschaften verzeichneten nochmals 97.500 Zugriffe zum Thema. Weiteres gebe es auch die Info-Hotline 0800 2212 00 80. Zusätzlich steht den Arbeitnehmern auf www.jobundcorona.at eine Sammlung der häufigsten Fragen und Antworten (FAQs) zur Verfügung.

(Red)

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