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Corona-Krise: Vermutlich noch rund 23.500 Österreicher im Ausland

Noch rund 23.500 Österreicher sollen sich im Ausland befinden.
Noch rund 23.500 Österreicher sollen sich im Ausland befinden. ©APA (Sujet)
32 Repatriierungsflüge wurden bisher durchgeführt. Zuletzt landete eine weitere Sondermaschine mit 280 Urlaubern aus Indonesien und Malaysia am Sonntagvormittag in Wien. Nun zog das Außenministerium eine vorläufige Bilanz. Von ursprünglich 47.000 Österreichern, die sich bei Ausbruch der Corona-Pandemie im Ausland aufhielten, dürften sich demnach noch rund 23.500 in der Fremde befinden.

Die Anzahl der Österreicher, die noch im Ausland weilen, habe sich damit seit Mitte März halbiert, meinte Außenminister Alexander Schallenberg auf APA-Anfrage. Was rückkehrwillige Österreicher betrifft, konnte Tausenden geholfen werden. "In Zusammenarbeit mit AUA, Laudamotion und Level konnten bisher rund 5.900 Personen aus 20 Ländern zurück nach Österreich geholt werden", berichtete Schallenberg am Sonntag. Seit zwei Wochen laufe "die größte Rückholaktion rund um den Globus auf Hochtouren", stellte Schallenberg fest: "Meine Mitarbeiter im Außenministerium und die Botschaften weltweit arbeiten rund um die Uhr daran, so vielen Österreicherinnen und Österreichern wie möglich bei der Heimreise zu helfen und sie sicher nach Hause zu bringen."

Zahlreiche Österreicher folgten Aufruf zur Heimkehr

Daneben wären etliche Österreicherinnen und Österreich dem Aufruf des Außenministeriums gefolgt und hätten sich selbstständig auf den Heimweg gemacht. Schallenberg appellierte ein Mal mehr an jene, die das noch gemacht haben, ihre Zelte in der Ferne abzubrechen: "Unsere Notflüge wird es nicht ewig geben können. Einige Staaten haben bereits angekündigt, ihren Luftraum vollständig zu sperren - auch für alle Rückholflüge. Wenn möglich, reisen Sie daher rasch selbstständig zurück, denn mit jedem Tag wird die Rückreise schwieriger."

Am Sonntag brachte ein Repatriierungsflug 280 Urlauber aus Bali und Kuala Lumpur zurück nach Wien. Am Montag wird eine weitere Maschine mit Passagieren aus den Philippinen und Vietnam erwartet. Für Dienstag ist ein Repatriierungsflug aus Sydney geplant, am Mittwoch werden Passagiere aus Santiago de Chile und Buenos Aires gesammelt zurück nach Österreich gebracht.

Die meisten Sonderflüge wurden am 20. März abgewickelt, als nicht weniger als sieben Flugzeuge insgesamt 1.400 Menschen aus sieben verschiedenen Ländern an den Flughafen Wien-Schwechat beförderten. Vier der bisherigen Flüge waren EU-kofinanziert, bei drei weiteren läuft ein entsprechender Antrag. Das bedeutet, dass die EU - je nach Anteil der EU-Bürger an Bord - bis zu 75 Prozent der Kosten trägt. Die beförderten Passagiere müssen allerdings einen Selbstbehalt bezahlen, der sich zwischen 200 Euro (Marokko) und 1.000 Euro (Sydney) bewegt. Auf Betreiben des Außenministeriums angeflogen wurden bisher China, Italien, Marokko, Spanien, Ägypten, Malediven, Mauritius, Thailand, Tunesien, Großbritannien, Südafrika, die USA, die Dominikanische Republik, Kuba, Mexiko, Sri Lanka, Indien, Peru, Indonesien und Malaysia.

Außenministerium so gefragt wie noch nie

Gefragt wie nie war die Website des Außenministeriums, wo seit dem Grassieren des Coronavirus laufend Informationen über Reisebeschränkungen, die Situation in Zielländern und Hilfestellungen für im Ausland gestrandete Österreicher bereitgestellt werden. Während im Vorjahr insgesamt 4,5 Millionen Zugriffe verzeichnet wurden, gab es seit Jahresbeginn bis zum vergangenen Freitag mehr als sieben Millionen Abfragen. Seit dem Ausrufen der weltweiten Sicherheitsstufe vier am 12. März wurde die Website 3,24 Millionen Mal aufgerufen.

Mit Jahreswechsel bis Mitte März registrierte das Außenministeriums mehr Aufrufe als im gesamten Jahr 2019. Eine aufgrund der Corona-Krise eigens eingerichtete Hotline wurde zwischen dem 13. und 27. März über 152.000 Mal kontaktiert. Diese Anrufe konnten nur mit drei Schichten bewältigt werden, wodurch eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit gegeben war. Im Schichtdienst wurden 240 Personen eingesetzt, wobei neben 120 Mitarbeitern des Außenministeriums 120 Rekruten des Bundesheers zum Funktionieren der Serviceleistung beitrugen.

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(APA/Red.)

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