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Contraband

"Contraband" bedeutet so viel wie "verbotene Ware" - und das entsprechend betitelte US-Thriller-Remake (ab Freitag im Kino) des isländischen Kinohits "Reykjavik Rotterdam" führt das Publikum rasch ins raue Schmugglermilieu, aus dem sich der Ehemann und Vater Chris Farraday eigentlich zurückgezogen hat, in das er nun aber wider Willen noch mal eintauchen muss. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Mark Wahlberg gibt die Hauptfigur mit Präsenz, einige nette Wendungen sorgen dafür, dass einem während der temporeichen Inszenierung nicht gänzlich die Lust an der irrwitzigen Erzählung vergeht.

Dass einem dennoch die Lust vergehen könnte, liegt hauptsächlich an den etwas holzschnittartigen Charakteren, anhand derer der isländische Regisseur Baltasar Kormakur das immer wieder ins Brutale abrutschende Geschehen in langgezogenen und entschleunigten Dialogszenen zusammen hält. Wahlberg hat den Film, der von den Originalschauplätzen nach New Orleans und Panama versetzt wurde, auch produziert, in weiteren Hauptrollen sind Kate Beckinsale, Giovanni Ribisi und Ben Foster zu sehen. Eine klassische Kopie des Originals hatte aber niemand im Sinn.

“Ich hatte am Anfang die Befürchtung, dass Baltasar vielleicht von mir erwartet, seine Performance einfach zu kopieren”, sagte Wahlberg in einem Interview angesichts der Tatsache, dass Kormakur im Originalfilm noch als Schauspieler in der Hauptrolle im Einsatz war. “Meine Befürchtungen haben sich aber nicht bestätigt, überhaupt sehe ich ‘Contraband’ als eigenständige Weiterentwicklung des Stoffes.” Wahlberg überzeugt im Film mit smarter Coolness, wenn er als Farraday die alten Kontakte reaktiviert, um den kleinen Bruder seiner Frau zu retten.

Gemeinsam heuern Sie auf einem alten Frachtschiff an, mit dem sie aus Panama im großen Stile Falschgeld nach New Orleans schmuggeln wollen. Alles wirkt perfekt geplant, die früheren Handgriffe sitzen noch, der alte Job weckt beinahe nostalgische Gefühle. Doch dann platzt der Deal, und gejagt von Polizei und Zollbehörden beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – denn zu Hause ist Farradays Familie im Fadenkreuz der lokalen Drogenmafia. Zahlreiche Stunts, wilde Verfolgungsjagden, realistische Umgebung – die Action ist einwandfrei fotografiert und in Szene gesetzt.

“Wir wollten den Film auf jeden Fall so realistisch wie möglich machen”, erzählte Wahlberg, weswegen auch direkt an den Schauplätzen und mit digitalen Kameras gefilmt wurde. Doch in den Pausen entstehen Leerläufe, sind die Dialoge zu dünn, tropft das Klischee durch die nicht ganz wasserdichte Schiffsoberfläche, ist die eine oder andere Wendung dann doch zu absurd. Dem amerikanischen Publikum gefiel der Thriller trotzdem, und aus dem Film entstand auch eine Doku-Serie über den Hafen von Los Angeles. Richtige Originalität sieht aber dennoch anders aus.

(APA)
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