Constantini bleibt trotz Niederlage bei seinem Weg

Constantini will seinen Weg weitergehen
Constantini will seinen Weg weitergehen ©APA (Jäger)
Der vermeintlich positive Trend des österreichischen Fußball-Nationalteams scheint immer mehr ins Stocken zu geraten. Nach dem mühsamen 2:1-Heimsieg am Samstag gegen Litauen war die ÖFB-Auswahl am Mittwoch zum Abschluss der WM-Qualifikation beim 1:3 im Stade de France gegen Frankreich praktisch völlig chancenlos. Am Ende blieb Platz drei in Gruppe 7.

“Man hat gesehen, dass wir weit hinter Frankreich stehen”, musste Teamchef Dietmar Constantini zugeben und sagte außerdem: “Mit einer Niederlage kann man nie zufrieden sein.” Dennoch will Teamchef Dietmar Constantini an seinem Kader festhalten. “Ich kann nicht meine Marschroute ändern, wenn wir gegen ein Top-Team verlieren.” Eine Rückkehr von Andreas Ivanschitz ist vorläufig weiterhin kein Thema, wie es mit Legionären wie etwa György Garics oder Andreas Ibertsberger weitergeht, steht in den Sternen.

Ein neuer Fremdarbeiter wurde im Teamcamp erstmals gewogen und offenbar für zu leicht empfunden. “Ekrem Dag ist in Ordnung. Er war die ganze Zeit leicht verletzt, hat sich im Training aber auch nicht wirklich aufgedrängt”, erklärte Constantini.

Der Besiktas-Kicker war ursprünglich rechts in der Viererkette anstelle des gesperrten Franz Schiemer erwartet worden, Constantini hingegen schob Paul Scharner auf jene Position, die er schon seit langer Zeit nicht mehr gespielt hat. Dies wurde in einigen Situationen augenscheinlich, selbst wenn Constantini meinte: “Aufgrund von Fehlern anderer war er oft gegen zwei oder drei Spieler.” Allerdings gab es auch Kritik vom Teamchef an seinem Kapitän. “Ich habe mir schon vorgestellt, dass er besser ausschaut.”

Aufgegangen ist sein Konzept diesmal nicht, denn der überraschend für Roman Wallner (Constantini: “Er war ein bisschen müde”) in die Mannschaft gerutschte Stefan Maierhofer ließ in der 14. Minute zwar einen schönen Schuss vom Stapel, leitete aber drei Minuten später mit einem fatalen Fehler das 0:1 ein. “Wenn er das Tor gemacht hätte, wäre alles richtig gewesen”, vermutete Constantini.

Seitens des ÖFB werden schlechte Spiele nicht in einem geschönten Licht dargestellt, betonte der Nationaltrainer. “Wie viel haben wir vor der EURO verloren? Da habe ich nach jedem Spiel gehört, es war ein Schritt nach vorne. Wir reden nichts schön.”

Weiter geht es nun am 18. November im Happel-Stadion gegen Spanien, eine Truppe, die derzeit laut Constantini noch stärker als Frankreich ist. Das letzte Länderspiel des Jahres dient so wie die Testläufe im März, Mai und August des kommenden Jahres zur Formüberprüfung für die im September 2010 beginnende EM-Qualifikation, an deren Ende laut ÖFB-Präsident Leo Windtner wenn möglich das Ticket für Polen und die Ukraine stehen sollte. “Dieses Ziel ist okay, damit kann ich leben. Wenn man in die Quali reingeht, muss man ein Ziel haben, auch wenn es vielleicht utopisch ist”, erklärte Constantini.

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