AA

Connor macht Musik mit Seele

Sarah Connor, der stimmgewaltige Shooting-Star des vergangenen Jahres, weiß, was sie kann und was sie will. Die selbstbewusste Soul-Diva aus Deutschland stürmt die Charts.

Ihr Motto lautet „vier A plus B – anders als alle anderen und besser“. Sarah Connor, der stimmgewaltige Shooting-Star des vergangenen Jahres, weiß, was sie kann und was sie will. „Mein Talent ist das Singen“, sagt die 21- Jährige aus Delmenhorst bei Bremen selbstbewusst. Und der Erfolg gibt ihr Recht. Mit dem Dancesong „Let’s go back to bed, boy“ stürmte sie im Mai die Charts. Dann folgte die Single „French Kissing“ und spätestens seit der Soul-Ballade „From Sarah with love“ müssen auch die letzten Kritiker zugeben: „Die kann ja singen.“

„Ich bin kein Popstar, sondern Künstlerin“, sagt Sarah energisch, und ihre grünen Augen funkeln. Nicht sie sei zur Musik gekommen, sondern die Musik zu ihr. „Mein Großvater war Jazzpianist in New Orleans.“ Mit fünf Jahren habe sie Klavierspielen gelernt und in der siebten Klasse am Delmenhorster Gymnasium den Schwerpunkt Musik gewählt. „Wir hatten zehn Stunden die Woche Musikunterricht und waren eine riesige Band. Das war großartig“, schwärmt sie, während sie sich eine Strähne aus dem Gesicht streicht. Mit 16 Jahren habe sie dann mit der klassischen Gesangsausbildung begonnen. „Und dann hatte ich Glück, dass ich an die richtigen Leute geraten bin.“

„Am Anfang wollten mich viele Plattenfirmen umbiegen, glaubten, dass eine Weiße keinen Soul singen kann“, erinnert sich Sarah, die ihren Stil „Green Eyed Soul“ nennt – wie ihr gleichnamiges Album. Zu ihren musikalischen Vorbilder zählt sie Aretha Franklin, Stevie Wonder, Michael Jackson und Missy Elliott. „In meiner Musik ist ganz viel Seele, und die ist eben von einer Weißen“, sagt die 1,78 Meter große Blondine voller Leidenschaft. „Wenn ich singe, vergesse ich alles und kann dabei völlig entspannen.“ Dafür bleibt ihr sonst nur wenig Zeit.

„Ich stehe morgens zwischen sechs und acht Uhr auf, manchmal auch früher, dann fliege ich teilweise vier Mal am Tag durch die Gegend, und abends weiß ich gar nicht mehr, wo ich überall war“, sagt sie gut gelaunt. „Ich bin Zwilling und deswegen ruhe- und rastlos. Das macht mir Spaß.“ Da überfalle sie schon ab und zu Heimweh. „Aber ich bin mit dem Telefon verheiratet und deswegen selten wirklich einsam.“ Ruhe findet sie vor allem bei ihren Freunden und ihrer Familie in Delmenhorst.

Ihr Vater arbeitet in der Werbung, ihre Mutter kümmert sich um den Reiterhof der Familie und ist Sarahs persönliche Managerin. „Sie achtet darauf, dass ich genug esse und schlafe und mich keiner schlecht behandelt.“ Insgesamt bezeichnet die mehrfach ausgezeichnete Sängerin ihre Familie als „total verrückt“. „Allein weil wir sechs Kinder sind, fallen wir immer auf“, erklärt die 21-Jährige. Ihre neunjährige Schwester Sophia-Luisa spielt in dem Video mit.

„Natürlich hat mir mein Aussehen geholfen“, gibt Sarah zu. Doch finde sie es traurig, wenn plötzlich alles andere um eine Person wichtiger werde als die Musik. „Wenn jemand auf dem Sofa meine CD hört, dann zählt doch nur die Musik, sie soll Gefühle auslösen.“ Vor der Zukunft hat sie keine Angst. „In diesem Jahr mache ich jetzt erstmal die Tour mit 16 Konzerten, und im Herbst will ich mein zweites Album herausgeben.“ Außerdem plant sie eine Reise in die USA:
„Ich will mich vor allem in New York und New Orleans inspirieren lassen.“

  • VIENNA.AT
  • Promis
  • Connor macht Musik mit Seele
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.