Computerviren beachten technische und kulturelle Unterschiede

Kriminelle Hacker arbeiten zunehmend mit mehrsprachigen Schadprogrammen und schießen sich dabei auf lokale Webangebote ein. Das ist das Fazit einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmens McAfee.

“Moderne Malware funktioniert nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip”, erklärt Jeff Green, der bei McAfee die Forschungs- und Entwicklungsabteilung Avert Labs leitet. “Die Cyberpiraten sind in allen Weltregionen zu Hause und erschaffen Viren speziell zum Einsatz in einzelnen Ländern. Sie sind nicht nur versierte Programmierer, sondern verstehen auch etwas von Psychologie und Sprachen.”

Mehr denn je zielten Schadprogramme auf Sicherheitslücken in Software und Diensten lokaler Webangebote. “Die seit einigen Jahren feststellbare Regionalisierung ist ein weiteres Indiz dafür, dass bei Attacken aus dem Internet finanzielle Motive in den Vordergrund rücken”, erklärt Green. Europas Sprachenvielfalt habe die Reichweite der dort aktiven Hacker lange eingeschränkt. Um sich vor Spam und Datendiebstahl zu schützen, reichte es oft, englischsprachige E-Mails zu ignorieren. Heute verfassten Cyberbetrüger ihre Nachrichten jeweils in der Sprache des Landes, aus dem die Adressen stammen. Je nach Ziel übertragen Malware-Server automatisch die passend lokalisierte Version eines Schadprogramms.

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