Clubbing als gekauftes Erlebnis

"Urbanex": Ein neuer Club will erlebnishungrigen Wienern Lifestyle und Spaß auf Knopfdruck bieten.

Donnerstagabend in der Herrensauna Kaiserbründl in der Wiener City: Eine Domina verlangt forsch nach der Einladung. Dort, wo einst der schwule Bruder von Kaiser Franz Joseph aus und ein ging, bringen junge Damen in Lack die Getränke. Die vielen Ebenen des Etablissements bieten Acts wie etwa DJ Sergio Flores oder Sänger Hubert Tubbs.

Das Clubbing ist längst nicht mehr reines Abfeiern, es wird als Erlebnis verkauft. Und genau das wollen fünf junge Wiener innerhalb eines Clubs bieten.

“urbanex”

„Es geht darum, Leute zusammen zu bringen, die die gleiche Wellenlänge haben“, sagte der Mitorganisator der Marke „urbanex“, Hermann Tribuser, im Gespräch mit der APA. Für den neu gegründeten Club sollen an die 1.000 Mitglieder gewonnen werden, die für regelmäßige Erlebnisse Mitgliedsbeitrag zahlen. Dabei soll es aber nicht beim Feste Feiern bleiben.

Die Mitglieder sollen auch mit Reisen, Vernissagen, Shoppingtouren oder Karten für Special-Events verwöhnt werden. Der Vorteil: Man steht auf einer Veranstaltung nicht allein herum, sondern kennt einander durch die regelmäßigen Zusammenkünfte.

Derzeit erfolgt die Finanzierung mit Hilfe von Promotion. Danach soll sich „urbanex“ durch die Mitgliedsbeiträge finanzieren. Partner aus der Mode gebe es bereits, sagte Tribuser.

Bisher habe es zwar Clubs Kunst- oder Reiseinteressierte gegeben, aber „wir wollen auf der Lifestyle-Basis agieren“. Die Menschen würden für das Organisieren ihrer Freizeit keine Zeit mehr haben. „Und so stellen wir eine Plattform zur Verfügung, wo man auf Knopfdruck ein Erlebnis zur Verfügung steht“, erklärt Tribuser.

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