Clinton sagt Auftritt in Wien ab: Spionagevorwürfe gegen Veranstalter

Clinton-Absage in Wien: Spionagevorwürfe gegen Veranstalter
Clinton-Absage in Wien: Spionagevorwürfe gegen Veranstalter ©AP
Bill Clinton hat Wien eine Absage erteilt. Nun wurde der Grund bekannt: Gegen den Veranstalter für die Gala des Center for Global Dialogue and Cooperation gibt es scheinbar Spionagevorwürfe.
Clinton traf Botschafterin
Auftritt in Wien abgesagt

Grund für die überraschende Absage von Bill Clinton für die Gala des Center for Global Dialogue and Cooperation (CGDC) in Wien am Mittwochabend könnten laut Spekulationen der “Presse” Vorwürfe gegen den Generalsekretär des Veranstalters sein. Stamen Stantschew wurde am Tag zuvor von einem rumänischen Gericht in Abwesenheit zu elf Jahren Haft wegen Vorwürfen der Wirtschaftsspionage verurteilt.

Clinton-Absage in Wien

Der bulgarische Staatsbürger Stantschew steht demnach im Mittelpunkt einer Affäre, in der auch zwei ehemalige rumänische Minister verurteilt wurden. Ihnen wird Korruption im Zuge von Privatisierungen zum Vorwurf gemacht. Stantschew soll nach Ansicht des Gerichts neben Spionagetätigkeit auch an der Gründung einer transnationalen Verbrechergruppe beteiligt gewesen sein. Auf Anfrage der APA wollte das CGDC die Vorwürfe am Donnerstag nicht kommentieren.

Der ehemalige US-Präsident war am Mittwoch nach Wien gereist, sagte seinen Besuch bei dem Galaabend im Gartenpalais Liechtenstein in letzter Minute ab. Er sei offenbar von den US-Behörden zurückgepfiffen worden, glaubt die “Presse”.

Spionagevorwürfe gegen Veranstalter

Die US-Botschaft teilte zuvor mit, sie wolle sich über die Gründe für die Absage Clintons nicht äußern. Eine Verbindung mit dem kürzlich verurteilten Stantschew dürfte für Clinton insbesondere heikel sein, da dessen Frau Hillary Ambitionen auf Präsidentenamt im Jahr 2016 nachgesagt werden.

Das CGDC wurde vor drei Jahren als Nicht-Regierungsorganisation gegründet, die Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Kultur zusammenführt, um kreative Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. Initiator und Präsident ist Bulgariens Ex-Premier Petar Stojanow. Zu den Gründungsmitgliedern gehören auch der frühere VP-Verteidigungsminister Werner Fasslabend und der ehemalige Europarats-Generalsekretär Walter Schwimmer.

(APA)

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