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CL: Stuttgart konnte Barcelona ärgern

Titelverteidiger FC Barcelona geht mit einer guten Ausgangsposition ins Achtelfinal-Rückspiel der Fußball-Champions-League. Der spanische Meister rettete am Dienstag im Hinspiel beim VfB Stuttgart nach schwacher erster Hälfte ein 1:1 (0:1).
Szenen aus beiden Partien

Die Tore erzielten der deutsche Teamangreifer Cacau für Stuttgart (25.) sowie Barcas Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic (52.). Vor dem Einzug ins Viertelfinale steht Frankreichs Meister Girondins Bordeaux nach einem 1:0-Sieg bei Olympiakos Piräus.

Stuttgart war nach zuletzt sieben Ligasiegen in acht Spielen auch gegen die vermeintlich übermächtigen Katalanen mit viel Selbstvertrauen gestartet und vor der Pause die deutlich aktivere Mannschaft. Die Belohnung folgte in Form eines Kopfball-Treffers von Cacau. Der gebürtige Brasilianer, der am Wochenende in der Liga gegen Köln (5:1) gleich vier Tore erzielt hatte, verwertete eine mustergültige Flanke von Timo Gebhart auf die zweite Stange. Barca-Kapitän Carles Puyol war nicht mehr an den Ball gekommen.

Barcelona wirkte auch nach dem Rückstand alles andere als sicher. Christian Träsch und Pawel Pogrebnjak verabsäumten es aber, nachzulegen. Stattdessen hatten die Stuttgarter sogar Glück, als ein von Keeper Jens Lehmann gerade noch ausreichend parierter Schuss von Superstar Lionel Messi an die linke Innenstange kullerte (40.).

Nach der Pause kam aber die kalte Dusche, der Favorit schlug praktisch aus dem Nichts zu: Stuttgarts Matthieu Delpierre verlängerte einen weiten Ball auf den aufgerückten Barca-Verteidiger Gerard Pique, der aus abseitsverdächtiger Position mit robustem Körpereinsatz Ibrahimovic einsetzte. Der Schwede erzielte im zweiten Versuch, nachdem er im ersten noch an Lehmann gescheitert war, sein zweites Tor im Bewerb.

Sami Khedira und Cipran Marica fanden auch nach der Pause noch Gelegenheiten für die Stuttgarter vor, Barcelona bekam die Deutschen aber zusehends besser in den Griff. Bei einem Schuss von Ibrahimovic, den Außenverteidiger Cristian Molinaro auf der Linie mit der Schulter bzw. dem Oberarm abwehrte, hatten die Schwaben Glück (70.). Dennoch ist Barca bereits seit zwei Jahren ohne Auswärtsniederlage in der Königsklasse. In Deutschland haben die Katalanen sogar 14 Spiele in Folge nicht verloren.

Bordeaux geht sogar mit einer noch besseren Ausgangsposition ins Rückspiel am 17. März. Die Franzosen, die in dieser Champions-League-Saison weiter ungeschlagen sind, erzielten das so wichtige Auswärtstor in einer schwachen Partie in Piräus aus einer Standardsituation. Verteidiger Michael Ciani traf nach einer von Spielmacher Yoann Gourcuff zur Mitte gedrehten Freistoßflanke kurz vor der Pause per Kopf (45.+2).

Nach vergebenen Chancen von Enzo Maresca (58.) und Lomana Tresor Lua Lua (82.) kamen die Griechen in der Nachspielzeit dem Ausgleich am nächsten. Girondins-Keeper Cedric Carasso parierte erst aus kurzer Distanz gegen Olof Mellberg und Lua Lua, ein unmittelbar folgender Treffer wurde wegen Foulspiels am Torhüter nicht anerkannt.

Gesammelte Ergebnisse:

VfB Stuttgart – FC Barcelona 1:1 (1:0).
Stuttgart, 39.000 Zuschauer. Tore: Cacau (25.) bzw. Ibrahimovic (52.)

Olympiakos Piräus – Girondins Bordeaux 0:1 (0:1).
Piräus, 33.000 Zuschauer. Tor: Ciani (45.+2)

Mittwoch:
ZSKA Moskau – FC Sevilla (18.30 Uhr)
Inter Mailand – Chelsea (20.45)

Bereits gespielt:
Bayern München – AC Fiorentina  2:1 (1:0)
FC Porto – Arsenal              2:1 (1:1)
Olympique Lyon – Real Madrid    1:0 (0:0)
AC Milan – Manchester United    2:3 (1:1)

Rückspiele (jeweils 20.45):

Dienstag, 9. März:
Arsenal – FC Porto
AC Fiorentina – Bayern München

Mittwoch, 10. März:
Manchester United – AC Milan
Real Madrid – Olympique Lyon

Dienstag, 16. März:
Chelsea – Inter Mailand
FC Sevilla – ZSKA Moskau

Mittwoch, 17. März:
Girondins Bordeaux – Olympiakos Piräus
FC Barcelona – VfB Stuttgart

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