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Christkindlmarkt: Hälfte der Standler nutzt Videoüberwachung

Die neue Videoüberwachung für Hütten an Adventmärkten zeigt erste Erfolge.

Elektronische Augen am “Adventzauber”: Seit heuer haben die Standler des Wiener Christkindlmarktes die Möglichkeit, ihre Hütten per Videoüberwachung zu sichern. Rund die Hälfte der 140 Mieter habe von dieser Möglichkeit gebraucht gemacht, sagte Akan Keskin, Landesgremialobmann des Markthandels, auf APA-Anfrage. Die Maßnahme zeigt offenbar Wirkung: Bisher seien noch keinerlei negativen Vorfälle zu beklagen, hieß es am Donnerstag.

Die Entscheidung, das Anbringen von Kameras zu ermöglichen, sei nach diesbezüglich geäußerten Wünschen vieler Standler gefallen, so Keskin. Anschaffung und Montage müssen selbst bezahlt werden. Zusätzlich werden im heurigen Winter erstmals Securitys eingesetzt, um die abgeschlossenen Holzhäuschen in den Nachtstunden – zwischen 23.00 und 6.00 Uhr – zu bewachen. Schließlich sei der Weihnachtsmarkt im Vorjahr von einigen Einbruchserien betroffen gewesen.

Beschützt werden aber nicht nur punschverkaufende Erdenbürger, sondern auch Abgesandte des Himmels – soll heißen: das Christkind. Dieses wird heuer von der 18-jährigen Theaterwissenschaftsstudentin Viktoria verkörpert. Sie nimmt etwa Wunschzettel entgegen oder liest Kindern Geschichten vor.

Ihr “Schutzengel” – ebenfalls von einem privaten Sicherheitsdienst gestellt – habe vorrangig eine “unterstützende Funktion”, versicherte Viktoria im APA-Gespräch. Das Tragen von Autogrammkarten oder des Mikrofons für die Lesungen gehören unter anderem zu seinen Aufgaben. Mit “unangenehmen Vorfällen”, beispielsweise Zudringlichkeiten männlicher Besucher, ist die junge Frau bisher nicht konfrontiert worden: “Ich habe ja mit Kindern zu tun und die interessieren sich für derlei Dinge noch nicht”, so ihre Erklärung. Auch von “blöden Sprüchen” wisse sie nichts.

Geschützt – im Sinne des Konsumentenschutzes – sollen schließlich auch die zahlreichen Gäste der Wiener Adventmärkte werden. Deshalb hat das Marktamt vor kurzem Proben von diversen Heißgetränken gezogen und nun ein positives Urteil gefällt. Demnach lägen nach der Analyse von 60 Prozent der Proben, die bezüglich des Alkoholgehalts, Zusätzen und etwaigen Keimen untersucht werden, keinerlei Beanstandungen vor, teilte die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (S) in einer Aussendung mit.

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