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Christian Dolezal: "Ich bin den Capitals sehr dankbar!"

©Andreas Urban
In der vergangenen Saison fiel Christian Dolezal aufgrund einer hartnäckigen Knieverletzung komplett aus. Im Gespräch mit Thomas Muck gibt der 24-jährige ein Update rund um seine Knieverletzung und warum "konzentrierter Spaß" bei den Capitals heuer ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sein kann.

Vienna Online: Christian, nach einer Zwangspause von einer Saison kann man praktisch behaupten – Willkommen zurück am Eis in der Erste Bank Eishockey Liga! Eine unorthodoxe Frage zu Beginn: Wie geht es dir?
Christian Dolezal: Das wichtigste ist, dass mein Knie hält. Ich habe keine Schmerzen. Die Spiele bislang waren ganz ok. Natürlich habe ich noch immer Therapie und Massagen. Es passt im Moment alles. Ich bin gesundheitlich wieder voll fit.

Vienna Online: Du musstest bekanntlich die komplette vergangene Saison wegen deiner Verletzung aussetzen. Ist es etwas Besonderes, jetzt wieder den Sprung zurück zu schaffen. Wie geht es dir emotional?
Christian Dolezal: Es ist ein sehr schönes Gefühl, wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Es macht so einfach viel mehr Spaß. Ich habe gehofft, dass es sich bis zum ersten Spiel wieder ausgeht. Das erste Spiel war dann etwas Besonders für mich – aber auch etwas verwirrend. Da habe ich gemerkt, dass ich etwas eingerostet war. Da habe ich nicht so genau gewusst was, wann, wie. Aber ich bin doch sehr zufrieden mit meiner Leistung bislang. Das Spiel gegen Kosice war schon in Ordnung. Ich denke darauf kann ich aufbauen und hoffe natürlich auf eine Steigerung von Spiel zu Spiel.

Vienna Online: Spuken im Hinterkopf noch Gedanken an das verletzte Knie herum?
Christian Dolezal: Also für mich persönlich ist die Sache schon lange vorbei. Interessant ist es nur für Pressevertreter, wenn sie wissen wollen wie es mir geht. Ich habe ja doch ein Jahr nicht gespielt. Aber für mich ist die Verletzung längst kein Thema mehr. Was letzte Saison war, ist vorbei.

Vienna Online: Eishockeyspieler sprechen generell nicht gerne über Verletzungen. Ist das wichtig fürs eigene Ego oder will man dem Gegenspieler keine Informationen über verletzte Körperstellen liefern?
Christian Dolezal: Mir ist es egal. Jeder, der es wissen will, kann gerne hören welches Knie in Mitleidenschaft gezogen war. Wenn jemand am Eis mich absichtlich foulen will würde ich es eh merken und der Schiedsrichter mit Sicherheit sehen. 

Vienna Online: Hattest du in der Zeit deiner Verletzung Zweifel, ob alles wieder perfekt verheilen wird?
Christian Dolezal: Die Ärzte haben mir von Anfang an versichert, dass ich wieder vollständig fit werde. Natürlich haben sie gemeint, es wird mal rauf und mal runter gehen. Manchmal werde ich werde weniger Schmerzen haben – manchmal wieder mehr. So war es am Ende auch mit der Therapie. An einem Tag war es besser – am anderen wieder schlechter. Es war eine Achterbahnfahrt. Muskelprobleme, Schmerzen und alles was zu so einer harten Verletzung dazugehört. Ich habe aber die ganze Zeit darauf hintrainiert, heuer wieder spielen zu können und derzeit passt alles. Das Knie hält.

Vienna Online: Ist es jetzt eine Art “zweite Karriere”, die du beginnst?
Christian Dolezal: Ich bin sehr hungrig auf die Saison. Ich habe mich letztes Jahr echt geärgert, dass ich nicht spielen konnte. Ich war sehr traurig darüber und es hat Tage gegeben da war ich echt fertig. Aber jetzt bin ich einfach nur glücklich wieder zurück zu sein. Natürlich bin auch dem Verein sehr dankbar, dass sie in der sehr schwierigen Phase zu mir gehalten haben. Das ist nicht selbstverständlich. Auch meine Mannschaftskollegen haben mich immer wieder aufgebaut, als es bei mir nicht gut gelaufen ist. Ist auch keine Selbstverständlichkeit! Ich habe Spaß – jeder in der Mannschaft hat Spaß. Darum werden wir heuer Erfolg haben.

Vienna Online: Lass uns über die Mannschaft sprechen. 2009 warst du Zuschauer – 2010 wie gesagt wieder aktiv. Kannst du die beiden Teams für uns miteinander vergleichen wenn es möglich ist?
Christian Dolezal: (überlegt kurz) Nein, nicht wirklich. Wir haben heuer eine sehr junge Mannschaft. Letztes Jahr waren viele ältere Spieler im Team. Letztes Jahr hatten wir mit Sicherheit mehr Routine. Aber heuer haben wir mehr Power, sind schneller und haben Spaß. Ich bin mir sicher, es wird heuer eine tolle Saison. Den Fans wird es Spaß machen, der jungen Mannschaft zuzusehen.

Vienna Online: In der Saisonvorbereitung gab es bislang einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Wie würdest du die Spiele bislang bewerten?
Christian Dolezal: Das erste Spiel war zum “hineinfinden”. In den vier Monaten Sommerpause hat keiner wirklich aktiv auf dem Eis Wettkampfpraxis gesammelt. Da war es wichtig wieder hineinzukommen und das Gefühl wieder zu finden. Aber es war gegen Straubing schon ein sehr gutes Spiel. Gegen Michigan Tech haben wir uns mehr erwartet. Aber wir haben dumm gespielt. Dumme Fehler gemacht – dann verlierst du ein Eishockeyspiel. Gegen Kosice war es schon sehr gut. Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern. Die Resultate sind nicht so wichtig. Aber natürlich wollen wir auch da jedes Spiel gewinnen.

Vienna Online: Im letzten Heimspiel in der Pre-Season kommt das DEL-Team aus Straubing nach Wien. Was können die Zuschauer erwarten?
Christian Dolezal: Straubing ist eine schnellere, härtere Mannschaft als Kosice. Sie spielen sehr gute Kombinationen und sind spielerisch sehr stark. Ich weiß jetzt nicht wie weit die Slowaken in der Vorbereitung sind, aber für mich waren die Deutschen das bessere Team. Es wird wohl ein sehr harter Kampf werden.

Vienna Online: Welchen Stellenwert hat ein Heimspiel in der Saisonvorbereitung für euch?
Christian Dolezal: Einen sehr hohen! Du spielst vor deinen Fans in deiner Halle! Vor allem die neuen Spieler wollen zeigen, was sie drauf haben. Die “alten Hasen” wollen den Zuschauern zeigen, dass sie rein gar nichts verlernt haben. Das Resultat ist natürlich wichtig. Klar wollen wir gewinnen. Aber die Tendenz muss auch passen. Wir wollen und müssen uns von Spiel zu Spiel steigern.

Vienna Online: Die Spieler sprechen momentan sehr viel von Spaß untereinander und auf dem Eis. Glaubst dass die gute Chemie innerhalb der Mannschaft ein Schlüssel zum Erfolg für euch sein kann?
Christian Dolezal: (überlegt) Hoffen wir es! Natürlich haben wir nicht nur Spaß. Der Trainer sorgt schon dafür, dass wir sehr ernst unser Programm absolvieren. Aber der Spaß ist natürlich sehr wichtig. Du musst Eishockey auch irgendwo genießen können. Denn wenn du jeden Tag sauer bist, kannst du kein Spiel gewinnen. Aber bei uns ist eine super Stimmung in der Mannschaft. Bei den Capitals gibt es keine Gruppenbildung. Die Legionäre scherzen mit den Österreichern und umgekehrt natürlich genauso. Wir sind wie eine große Familie. Aber natürlich gilt es in erster Linie, die Aufgaben auf dem Eis zu erfüllen. Wir müssen am Eis sehr konzentriert und ohne Humor agieren. Denn in erster Linie müssen wir die Vorgaben des Trainers umsetzen.

Vienna Online: Letzte Saison sind die Capitals gegen die Black Wings Linz sehr bitter im Semifinale ausgeschieden. Was hat die Mannschaft daraus gelernt? Welche Konsequenzen habt ihr gezogen?
Christian Dolezal: Du kannst immer eine Serie verlieren. Auch wenn du in der Serie klar mit drei zu null führst. Du musst immer spielen als wäre es deine letzte Partie – dein letzter Shift. Du darfst einfach nicht daran denken, dass du schon eine Runde weiter bist. Die Gegner sind sehr hart. Es kann immer alles passieren.

Vienna Online: Was sind deine persönlichen Ziele für die Saison 2010?
Christian Dolezal: Gesund bleiben! Ich will die Saison über fit bleiben. Nicht nur auf das Knie bezogen. Sportlich wollen wir natürlich jedes Spiel gewinnen. Wer verliert schon gerne ein Spiel? (lacht) Natürlich ein erstes Grundziel ist die Play Off und dann schauen wir weiter.

Das Gespräch führten wir unmittelbar nach dem Testspiel gegen Kosice. Wie mittlerweile bekannt ist, fällt Christian Dolezal für den Test gegen Straubing mit einer Handverletzung aus. Diese zog sich der Flügelstürmer im Testspiel gegen Kosice zu.

Das Interview führte Thomas Muck
In Kooperation mit sportreport.at

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