AA

Christbaum-Giganten enden als Vogelkästen und Elefantenfutter

Am 8. Jänner werden die beiden größten Wiener Weihnachtsbäume gefällt. Die Baumriesen werden zu Nistkästen und Elefantenfutter verarbeitet.

Nicht nur die Menschen erfreut ein Weihnachtsbaum, auch die Tiere – zumindest in Wien: Heuer wird die große Fichte auf dem Rathausplatz wieder zu Nistkästen für die Vögel in den Quellschutzgebieten der Hauptstadt verarbeitet. Ihr etwas kleineres Pendant vor Schloss Schönbrunn wird hingegen nach dem Ende ihres Christbaumdaseins als Futter dienen – für die Elefanten und Nashörner des nahe gelegenen Tiergartens.

Beide Baumriesen werden am 8. Jänner gefällt. Daraufhin wird die 27 Meter hohe, 170 Jahre alte und rund fünf Tonnen schwere Fichte vom Rathausplatz in das stadteigene Sägewerk Hirschwang gebracht, das im gleichnamigen niederösterreichischen Quellenschutzgebiet liegt. Dort wird das einstige Glanzstück des Christkindlmarkts zu rund 60 Vögelnistkästen verarbeitet.

Seit 1996 wird das jeweilige Wahrzeichen des größten Wiener Weihnachtsmarktes zu Reihenhäuschen für Vögel verarbeitet. Damit diene man dem Insektenschutz und der biologischen Schädlingsbekämpfung in den Quellschutzgebieten, unterstrich eine Sprecherin von Umweltstadträtin Ulli Sima (S).

Keine Fressfeinde des Borkenkäfers, sondern Elefanten und Nashörner freuen sich dagegen über die 18 Meter hohe steirische Fichte, die bis zum 26. Dezember ihren Dienst auf dem Adventmarkt vor Schloss Schönbrunn versah. Nach ihrer Fällung und Zerkleinerung wird sie dem Tiergartenteam übergeben, welches den Baum seinen grauen Riesen zum Fraß vorwirft. Während Zweige und Reisig-Girlanden unter Dickhäutern als Leckerbissen gelten, werden die Reste des Stamms als Spielzeug verwendet.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Christbaum-Giganten enden als Vogelkästen und Elefantenfutter
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen