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Chodorkowski bleibt in Untersuchungshaft

Der unter Betrugsverdacht stehende Oligarch Chodorkowski muss bis im März 2004 in Untersuchungshaft bleiben. Eine Freilassung gegen Kaution ist wegen Fluchtgefahr zu riskant.

Experten gehen davon aus, dass der Kreml Störungen durch den einflussreichen Milliardär verhindern will.

Präsident Putin schloss nicht aus, dass illegale Privatisierungen von Staatseigentum in den 1990er Jahren rückgängig gemacht werden. Es sei zwar keine generelle Revision der Privatisierungen geplant, betonte Putin. „Das gilt aber nicht für Leute, die Gesetze gebrochen haben”, sagte der Kreml-Chef. Putin erneuerte seine Forderung an die Reihe der Wirtschaftsoligarchen, einen Teil ihres Reichtums für soziale Projekte zu verwenden.

Der bei der Staatsführung wegen Unterstützung von Oppositionsparteien in Ungnade gefallene Chodorkowski muss mindestens bis zum 25. März in Untersuchungshaft bleiben. Chodorkowski, der im Vorjahr als reichster russischer Geschäftsmann galt, soll den Staat um insgesamt mehr als 800 Millionen Euro betrogen haben. Er war am 25. Oktober wegen Verdachts auf Betrug und Steuerhinterziehung festgenommen worden. Chodorkowskis Verteidiger warfen den Richtern vor, voreingenommen und nicht objektiv zu entscheiden.

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