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China: Vogelgrippe wieder ausgebrochen

Die auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe ist erneut in China ausgebrochen. Vier Monate nach der vermeintlichen Eindämmung der Seuche bestätigte die Regierung in Peking einen neuen Fall.

Hongkong hat daraufhin die Einfuhr von Geflügel aus dieser Region gestoppt. Auch aus Thailand wurden neue Verdachtsfälle gemeldet. Dort ordneten die Behörden vorbeugend die Notschlachtung von Hühnern auf einer Geflügelfarm an.

Schon am Samstag seien auf einem Bauernhof in der chinesischen Provinz Anhui tote Küken gefunden worden. Tests hätten bestätigt, dass es sich um die Vogelgrippe handelt, teilte die Regierung am Dienstag laut einem Beitrag im staatlichen Fernsehen mit. Da der Hof in einer abgelegenen Gegend liege, sei der Erreger wohl durch Zugvögel eingeschleppt worden.

Die Farm in der Stadt Chaohu wurde inzwischen unter Quarantäne gestellt, wie das Fernsehen weiter berichtete. Die Behörden schlachteten demnach sämtliches Geflügel im Umkreis von drei Kilometern und impften Tiere im Umkreis von fünf Kilometern. Der Ausbruch sei unter Kontrolle. China hatte schon im März erklärt, die Krankheit sei ausgerottet.

Wegen des Verdachts auf Geflügelpest ordneten die thailändischen Behörden die Tötung von mehr als 40.000 Hühnern auf einem Hof in der Provinz Ayutthaya an. Der Besitzer der Geflügelfarm, Veera Sripramong, sagte am Dienstag, in den vergangenen zwei Wochen seien etwa 7.000 seiner Tiere verendet. Behördenvertreter hätten seinen Betrieb besucht und beschlossen, dass der gesamte Geflügelbestand geschlachtet werden müsse. Ob es sich tatsächlich um einen erneuten Ausbruch der gefürchteten Vogelgrippe handelt, sollen Labortests klären.

Zu Beginn dieses Jahres erfasste die Vogelgrippe zehn asiatische Länder. In Vietnam und Thailand starben 24 Menschen an der Krankheit. Mehr als 100 Millionen Tiere wurden vorsorglich getötet, davon 37 Millionen allein in Thailand.

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