China-Technologiepark in Wien wird konkreter

Der in Wien geplante chinesische Technologiepark (CATP) rückt seiner Realisierung näher.

Bei der China-Reise einer Wiener Delegation mit Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) an der Spitze sollen kommende Woche Schritte zur Gründung einer Errichtungsgesellschaft gesetzt werden. Zusätzlich will man beim geplanten Standort – voraussichtlich in der Donaucity – konkreter werden.

Schon für 2008 ist der Baubeginn beim „China Austria Technology Park“ vorgesehen. Dem Vernehmen nach soll er an die 75 Mio. Euro kosten, wovon der Großteil aus China kommt. Die Bruttogeschoßfläche soll 45.000 Quadratmeter betragen. Details zur Finanzierung sind noch ebenso wenig bekannt wie die architektonische Gestaltung des Bauwerks.

Für das Projekt, an dem von österreichischer Seite die Stadt Wien über den Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) sowie das Infrastrukturministerium beteiligt sind, wurden schon mehrere Verträge unterzeichnet. Zuletzt wurde im April gemeinsam mit China eine Projektentwicklungsgesellschaft gegründet. Nun sollen letzte Details zur Gründung der Errichtungsgesellschaft geklärt und weitere Vereinbarungen unterschrieben werden.

Ein ähnliches Kompetenzzentrum gibt es zwar bereits in London. Der in Wien geplante Technologiepark ist nach Angaben der Stadt aber der erste in der EU, der von der chinesischen Regierung getragen wird. Er soll Hochtechnologie-Firmen aus China den Weg in den europäischen Markt erleichtern, aber auch heimischen Unternehmen zur Verfügung stehen. Wien hat sich dabei gegen Konkurrenten wie Turin, Helsinki oder Budapest durchgesetzt.

An der China-Reise nimmt neben Rieder auch die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, teil. Geplant sind Treffen mit Vertretern der Stadtregierungen von Peking und Schanghai sowie mit hochrangigen Repräsentanten des chinesischen Wissenschafts- und Technologieministeriums, darunter Minister Xu Guanhua. Auch ein Besuch der Industriestadt Taiyuan ist vorgesehen.

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